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St. Margrethen

  • Erste Generalversammlung mit Abstimmung über Kauf und Sanierung des «Rössli».
    Erste Generalversammlung mit Abstimmung über Kauf und Sanierung des «Rössli».
  • Eine Visualisierung des genehmigten Sanierungsprojekts.
    Eine Visualisierung des genehmigten Sanierungsprojekts. (Max Pflüger/pd)
  • Erste Generalversammlung mit Abstimmung über Kauf und Sanierung des «Rössli».
    Erste Generalversammlung mit Abstimmung über Kauf und Sanierung des «Rössli».
  • Erste Generalversammlung mit Abstimmung über Kauf und Sanierung des «Rössli».
  • Eine Visualisierung des genehmigten Sanierungsprojekts.
  • Erste Generalversammlung mit Abstimmung über Kauf und Sanierung des «Rössli».

«Rössli» soll Ende Jahr eröffnen

Max Pflüger Kommentare

Bei nur zwei Enthaltungen genehmigten die Genossenschafter an ihrer ersten Generalversammlung einstimmig den Kauf und die Sanierung des traditionsreichen «Rössli». Schon Ende Jahr soll man im Restaurant wieder einkehren können.

ST. MARGRETHEN. Am 1. Juli des vergangenen Jahres wurde in St. Margrethen die Genossenschaft Rössli gegründet. Unter der Leitung der Präsidentin Jacqueline Stäbler trafen sich am Mittwochabend 121 Genossenschafter und Genossenschafterinnen im Rheinausaal zur ersten Generalversammlung. Einstimmig genehmigten sie den Geschäftsbericht sowie die erste Jahresrechnung.

Seit 2014 ohne Wirt

Gegründet wurde die Genossenschaft mit dem Ziel, den Erhalt und den Betrieb des traditionsreichen Restaurants Rössli an der Hauptstrasse 121 zu sichern. Das Restaurant soll ein Treffpunkt bleiben und zum sozialen Leben im Dorf beitragen. Das «Rössli» soll Dorfbeiz mit einem Saal für Vereins- und Familienanlässe sein. Seit Ende 2014 wurde hier nicht mehr gewirtet und das Haus in der Folge von der Gemeinde mit der gleichen Zielsetzung für 700 000 Franken gekauft.

Hauptgeschäft der ersten GV war die Beschlussfassung über den Kauf der Liegenschaft aus der Hand der Gemeinde und das vom Vorstand ausgearbeitete Sanierungskonzept.

Zurück zu den Wurzeln

Das Gebäude wurde in den vergangenen hundert Jahren mehrfach umgebaut und durch Anbauten erweitert. Nicht alle diese Erweiterungen sind heute in einem guten Zustand und müssten aufwendig saniert werden. Ein erstes Projekt, das am Tag der offenen Tür am 7. November vorgestellt wurde, musste inzwischen überarbeitet werden. Denn auch im Innenausbau zeigte das Gebäude Mängel. Aus den Plänen ergaben sich schlechte betriebliche Abläufe. So waren etwa die Wege zwischen Küche und geplantem Saal zu weit und zu verwinkelt, ein grosses Problem für einen reibungslosen Service.

Finanzierung

Das neue, jetzt den Genossenschaftern vorgelegte Projekt ist gestrafft und geht auf die Wurzeln des alten «Rössli» zurück. Das «Rössli» soll sich in etwa wieder wie in den Zwischenkriegsjahren präsentieren: Die angebauten Erweiterungen werden zurückgebaut und der für 60 bis 70 Personen geplante Saal soll in der alten Backstube näher an die Küche gelegt werden. Im Obergeschoss wird eine grosszügige Wohnung realisiert. Bis Ende Jahr sollen die baulichen Massnahmen abgeschlossen sein und das «Rössli» zur Wiedereröffnung bereit stehen. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf 1,15 Millionen Franken, dazu kommt der Kaufpreis von 700 000 Franken. Gedeckt werden diese Ausgaben gemäss Budget durch das Vermögen der Genossenschaft, bestehend aus Anteilscheinen und Gönnerbeiträgen, durch zinslose Darlehen der Ortsgemeinde und der Politischen Gemeinde St. Margrethen sowie der Brauerei Schützengarten und durch den Baukredit und die Hypothek der Alpha Rheintal Bank.

Diskussion um Pachtzins

Die laufenden Verpflichtungen sollen mit Einnahmen durch Wohnung (2000 Franken pro Monat) und Restaurant (4000 Franken pro Monat) gedeckt werden. Nach kurzer Diskussion, in der vor allem die Höhe des Pachtzinses ein Thema war, stimmten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter dem Kauf und dem Sanierungsprojekt einstimmig zu.

Genossenschafter und Wirt

Noch ist das nötige Genossenschaftskapital von 303 000 Franken nicht beisammen. Etwas über 40 000 Franken fehlen. Gesucht sind also weitere Genossenschafterinnen und Genossenschafter, die Anteilscheine in der Höhe von 200 Franken zeichnen und so einen Beitrag an die Erhaltung des «Rössli» als sozialer Begegnungsort leisten.

Ebenfalls noch gesucht ist ein Wirt, der das Restaurant führen wird. Präsidentin Jacqueline Stäbler sagte auf Anfrage am Mittwochabend, dass der Vorstand zurzeit mit zwei geeigneten Bewerbern in Verhandlung sei.