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Rhesi ist kein Hochwasserschutz

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Betr. Abstimmung über Energiegesetz am 21. Mai

Ich habe schon einige Orientierungen zu Rhesi besucht und bekam nie eine Antwort auf die Frage zur Renaturierung des Binnenkanals in Rüthi. Die grösste Überschwemmung geschah ausgerechnet nach der Renaturierung, obwohl sie den Bewohnern in Rüthi als Hochwasserschutz angepriesen worden war.

Im Bereich des Kraftwerks Oberriet waren damals die Schleusen völlig offen, sodass ob dem Werk die gleiche Strömung herrschte wie unterhalb des Werks. Alles Wasser wurde im Bereich der Renaturierung gestaut, es kam zur Überschwemmung im Bereich Kamor. Nun ist ein Projekt für eine Stützmauer im Bereich der gefährdeten Stellen aktuell.

Bei Rhesi haben wir eine ähnliche Situation, nur in viel grösserem Rahmen. Nicht verstehen kann ich, wieso von Oberriet bis unterhalb von Kriessern so viel Kulturland verschwendet wird, wo doch mit 2400 Kubikmetern Wasser nicht einmal beidseitig das Vorland mit seinen je 100 Metern Breite und 1,5 bis 2 Metern Tiefe benutzt wird, was 4500 bis 5000 Kubikmetern entsprechen.

Alle Rheinbrücken müssen im Bereich des Vorlandes neu erstellt werden, da die Pfeiler nicht auf die Tiefe des heutigen Flusslaufs reichen. Dazu kommt, dass bei Hochwasser meist auch der See Hochstand hat und somit den Rhein in der Geschwindigkeit zurückstaut.

Meines Erachtens wussten unsere Vorfahren besser mit der Hochwasserbekämpfung umzugehen als heute unsere Ingenieure. Den Anwohnern beim Bodensee wünsche ich nach der Renaturierung viel Glück beim ersten rechten Hochwasser.

Bruno Weder, Oberriet

Energiestrategie à la DDR

In der Schweiz ist die Energieversorgung garantiert und praktisch immer genug Energie vorhanden. Ausfälle sind sehr selten. Dies freut alle Konsumenten, ob Private, Wirtschaft oder Staat. Für die permanente Stromlieferung sind die Wasserkraftwerke, die Kernkraftwerke, Kehrichtverbrennungsanlagen und Weitere besorgt.

Diese liefern Bandenergie zu jeder Zeit für alle Bezüger.

Die Energieberater des Bundes und die Behörden wollen baldmöglichst die Kernkraftwerke, rund 40 Prozent der Strommenge, ausser Betrieb setzen. Diese Bandenergie soll durch Wind- und Solarenergie weitestgehend ersetzt werden. Soweit, so gut. Windenergie ist eine Zufallsenergie und steht nur bei der richtigen Windstärke sehr unregelmässig zur Verfügung. Solarenergie ist Schönwetterenergie. Sie wird vor allem im Sommer bei langer Sonnenscheindauer produziert. Im Winter, bei kurzer Sonnenscheindauer, bei Bewölkung oder Nebel ist der Ertrag äusserst gering. Dies genau zur gleichen Zeit des höchsten Strombedarfs (alle Wärmepumpen laufen auf Hochtouren).

Die erneuerbaren Energien werden hoch subventioniert, dies macht uns auch Deutschland seit Jahren vor. Der Solarstrom aus Deutschland wird im Sommer oft gratis abgegeben, da Überproduktion besteht, die Netze überlastet sind und dieser Strom nirgends benötigt wird. Wind- und Solarenergie können die Band-Kernenergie niemals ersetzen. Nun soll dieser Energie-Umverteilungsunsinn in der Schweiz noch weiter gesteigert werden.

Die sicherste und beste Stromspeicherung ist mittels Stauseen/Wasserkraft möglich. Durch die staatlich organisierte Wettbewerbsverzerrung werden diese Anlagen aus wirtschaftlichen Gründen jedoch nicht mehr gebaut. Eine Variante wären höhere Subventionen! Die Katze beisst sich in den eigenen Schwanz.

Das neue Gesetz dient speziell allen Energieberatern, da sie staatlich vorgeschriebene Aufträge erhalten. Die Lieferanten dieser Anlagen sind natürlich auch für die neuen Vorschriften. Die Geprellten sind der Stromkonsument, der Steuerzahler, Hausbesitzer und Mieter sowie Autofahrer. Das Ganze erinnert mich an die Planwirtschaft der DDR bis 1989. Das Resultat ist allgemein bekannt. Dieser Vorlage kann ich keinesfalls zustimmen.

Josef Sonderegger

Im Rotenbummert 1, Lüchingen

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