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St. Margrethen

(Archivbild: W. Langenegger)

Rhesi: Einsprache der Naturschützer

Pd/gb Kommentare

Die Naturschutzorganisationen WWF und Pro Natura überraschen mit einer Einsprache gegen die dritte Etappe der Trinkwasseruntersuchungen auf Schweizer Seite. Für Rhesi könne dies grosse zeitliche Verzögerungen zur Folge haben, heisst es in einer Medienmitteilung.

In Absprache mit Gemeinden und Trinkwasserverbänden untersucht derzeit die Internationale Rheinregulierung im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes Rhesi den Grundwasserkörper von Widnau bis Höchst vertieft. Nach langer gemeinsamer Vorbereitung und Durchführung der ersten beiden Untersuchungs-Etappen überraschen nun Naturschutzorganisationen mit einer Einsprache gegen die 3. Etappe auf Schweizer Seite.Die Einsprache richtet sich gegen zwei Pegel in St. Margrethen. Begründet wird die Einsprache der Naturschutzorganisationen u.a. mit dem Argument, man wolle keine weiteren Trinkwasserbrunnen im Rheinvorland, daher seien auch keine zusätzlichen Messstationen nötig.

In der Medienmitteilung schreibt die Internationale Rheinregulierung (IRR), diese Pegel würden nicht bedeuten, dass allenfalls neue Brunnen ins Rheinvorland kämen. Die zusätzlichen Messstationen würden nur benötigt, damit sich der Grundwasserkörper grossflächig beobachten lasse. Bei den Untersuchungen werden die Brunnen in Widnau, Au, Lustenau, St. Margrethen und Höchst abwechselnd voll eingeschaltet und dann wieder vom Netz genommen.

Beobachtet werden die Veränderungen der Wasserpegel an allen Standorten bzw. wie schnell sie sich wieder erholen. So könne man vertiefte Erkenntnisse über die Hydrogeologie und Zusammenhänge der Grundwasserkörper gewinnen, heisst es – auch für die Bereiche ausserhalb des Rheinvorlands.

Diese Ergebnisse brauche man für die weiteren Planungen, und später im Bewilligungsverfahren dienten sie auch den Behörden, welche die möglichen Auswirkungen des Projekts beurteilen müssen.

Die IRR hofft, dass die Einsprache abgewiesen und das Bohren aller geplanten und mit den Gemeinden abgestimmten Messpegel bewilligt wird. Für Österreich liegen keine Einsprachen vor, hier werden die Untersuchungen jedenfalls wie geplant durchgeführt. Für Gespräche mit WWF  und Pro Natura sei man weiterhin jederzeit offen, schreibt die IRR.

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