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Rebstein

  • Unscheinbar: Vom Grundwasserbrunnen im Rheinvorland sieht der Spaziergänger nicht viel mehr als einen grosszügig eingehagten Schachtdeckel.
    Unscheinbar: Vom Grundwasserbrunnen im Rheinvorland sieht der Spaziergänger nicht viel mehr als einen grosszügig eingehagten Schachtdeckel. (Wasserwerk Mittelrheintal)
  • Alt Kantonsingenieur Urs Kost und Rhesi-Projektleiter Markus Mähr (hinten) berichten über den aktuellen Projektierungsstand. Wasserwerkspräsidentin Christa Köppel hört aufmerksam zu.
    Alt Kantonsingenieur Urs Kost und Rhesi-Projektleiter Markus Mähr (hinten) berichten über den aktuellen Projektierungsstand. Wasserwerkspräsidentin Christa Köppel hört aufmerksam zu. (Max Tinner)
  • Unscheinbar: Vom Grundwasserbrunnen im Rheinvorland sieht der Spaziergänger nicht viel mehr als einen grosszügig eingehagten Schachtdeckel.
  • Alt Kantonsingenieur Urs Kost und Rhesi-Projektleiter Markus Mähr (hinten) berichten über den aktuellen Projektierungsstand. Wasserwerkspräsidentin Christa Köppel hört aufmerksam zu.

Rhesi achtet auf Brunnen

Max Tinner Kommentare

Das Trinkwasser eines Grossteils der Bevölkerung im Rheintal stammt aus Grundwasserbrunnen im Rheinvorland. Das Wasserwerk Mittelrheintal

REBSTEIN. Das Rhein-Wasserbauprojekt Rhesi soll in erster Linie die Hochwassersicherheit verbessern. Das liegt auch Widnaus Gemeindepräsidentin Christa Köppel am Herzen. Direkt am Rhein gelegen, ist ihre Gemeinde schliesslich besonders gefährdet. Allerdings muss sie auch die Versorgung ihrer Bevölkerung mit Trinkwasser gewährleisten. Widnau – und mit Widnau die weiteren Bezügergemeinden des Wasserwerks Mittelrheintal – gewinnt sein Trinkwasser hauptsächlich aus Grundwasserbrunnen am Rhein. Als Präsidentin des Wasserwerks Mittelrheintal setzt sich Christa Köppel darum nicht nur für die Hochwassersicherheit, sondern auch für die Wasser-Versorgungssicherheit und damit für die Sicherung der Brunnen im Rheinvorland ein.

Sechs Brunnen, wo kaum Platz ist

An der Delegiertenversammlung des Wasserwerks Mittelrheintal gestern Dienstag im ri.nova impulszentrum in Rebstein versicherten Rhesi-Projektleiter Markus Mähr und Alt-Kantonsingenieur Urs Kost (als Mitglied der Gemeinsamen Rheinkommission der Schweiz und Österreichs), dass bei der Planung die Trinkwasserversorgung berücksichtigt werde. Ohne das Einverständnis der betroffenen Wasserversorgungen werde man keine Grundwasserbrunnen verlegen, versprach Mähr.

«Wir verlegen keine Schläuche»

Für Christa Köppel sind Ersatzbrunnen zwingend nötig, selbst wenn keine bestehenden Brunnen aufgehoben werden müssen – und zwar bereits bevor mit dem Bau begonnen wird. Denn falls sich die Grundwasserströme durch die Bauarbeiten so verschieben, dass einzelne Brunnen ausfallen, brauche es Reservebrunnen. «Wir werden keine Feuerwehrschläuche verlegen, um von irgendwoher Wasser zu beziehen», betont Köppel. Die Wasserversorgung müsse jederzeit gewährleistet sein.

Deswegen lässt die Rhesi-Projektleitung zurzeit zwischen der «Habsburg» bei Widnau und der ÖBB-Brücke bei St. Margrethen beidseits des Rheins mit hydrogeologischen Methoden nach alternativen Brunnenstandorten suchen. Zunächst wird geoelektrisch die Ausdehnung der Grundwasserfelder erforscht. Danach wird man an ausgewählten Stellen Testbohrungen vornehmen. An den geeignetsten Orten will man Probebrunnen bauen.

Die Präsidentin des Wasserwerks Mittelrheintal lud Mähr und Kost gleich nach ihrem gestrigen Referat grad schon zur nächstjährigen Delegiertenversammlung ein. Dann sollen sie über die Ergebnisse der aktuellen hydrogeologischen Untersuchungen berichten.

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