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Den Preis konnte das Architekten-Team mit Carmen Hernandez als Projektleiterin zusammen mit Carlos Martinez, Matthias Waibel und David Gschwend aus den Händen von Christa Rigozzi an der feierlichen Preisverleihung im Kursaal in Bern entgegennehmen.
Den Preis konnte das Architekten-Team mit Carmen Hernandez als Projektleiterin zusammen mit Carlos Martinez, Matthias Waibel und David Gschwend aus den Händen von Christa Rigozzi an der feierlichen Preisverleihung im Kursaal in Bern entgegennehmen. (Bild: pd)

Rheintaler Architekten gewinnen Award für Marketing und Architektur in Bern

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Gleich zwei Projekte der Carlos-Martinez-Architekten waren für den Preis nominiert: In der Kategorie «Flag ship stores» war es das Haus des Weins in Berneck und in der Kategorie «Hotels» das Hotelleriegebäude in der Lenzerheide. Beide Projekte sind als Siegerprojekte aus Architekturwettbewerben hervorgegangen.

Mit dem New Generation Hotel gewinnen Carlos Martinez und sein Team den begehrten Award für Marketing und Architektur, der alle zwei Jahre und nun zum siebten Mal vergeben wird. Neu wurden in diesem Jahr auch internationale Projekte aus dem nahegelegenen Ausland zur Nominierung zugelassen.

Beim damaligen Architekturwettbewerb für den Bau des Hotels entschied sich die Jury für die Lösung der Architekten, weil diese aus der Not eine Tugend machten: Der vorgegebene Ort direkt am See in der Lenzerheide bot zu wenig Platz für die gestellte Aufgabe, ein 100-Zimmer Hotel mit konventionellen Zimmergrössen zu erstellen. Aufgrund der eingeschränkten Bauparzelle und des vorgegebenen Zielpublikums von vorwiegend jungen, sportlichen und preissensitiven Urlaubern entstand die Idee, das Zimmer auf das Wesentliche zu reduzieren.

Hotel in Lenzerheide. (Bild: pd)

Das Hotel vereint die Atmosphäre einer Berghütte mit dem Freiheitsgefühl eines Campers und der Funktionalität einer Schiffskajüte. Sämtliche Hotelzimmer sind nach Westen, zum Wasser hin orientiert und folgen dem Image eines VW-Busses: man parkt direkt am See, klappt das Heck auf und fühlt sich frei. Ein grosses Bett von Wand zu Wand und ein raumhohes Panoramafenster mit Lüftungsflügel verstärken diesen Eindruck.

Die Bauweise des Hotels unterstützt die Idee der «gestapelten VW Busse»: Die Zimmer wurden als Raummodule in Brettsperrholz im Werk vorgefertigt und fertig möbliert mit dem LKW angeliefert. Die Serien-Produktion ermöglichte eine hohe Ausführungsqualität, sowie eine kurze Bau- und Montagezeit vor Ort.

Die Jury begeisterte diese konsequente Umsetzung einer architektonischen Idee, die dank viel Überzeugungsarbeit bei Bauherrn und Investoren konsequent umgesetzt werden konnte.

Haus des Weins in Berneck. (Bild: pd)

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