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Balgach

Regionale Kunst mit neuer Heimat

Gerhard Huber Kommentare

An der Vernissage mit Werken einheimischer Künstler wurde die neue Galerie «zur Alten Post» eröffnet. Ein zentraler Ort, an dem sich lokale Kunstschaffende präsentieren und zum Gedankenaustausch treffen können.

Gerhard Huber

«Schön, dass wir jetzt diese neue Galerie im Ort haben. Einen Ort für Künstler und Leute, die sich für die Kultur interessieren», zeigte sich Balgachs Gemeindepräsidentin Silvia Troxler von der Eröffnung der Ausstellungs- und Werkräume in der «Alten Post» angetan.

Aus einer Privatinitiative heraus haben Marianne und Edgar Oehler die bereits seit über 80 Jahren im Besitz der Familie Oehler befindlichen Räume, in denen sich vor dem Umzug ins neue Gemeindehaus die Post befand, in eine kleine, aber feine Galerie umgewandelt.

Ein Platz, der kreative Menschen zusammenbringt

«Wir sind stolz, aus dieser Region zu stammen und in dieser Region zu wohnen», erklärte Alt-Nationalrat und Unternehmer Edgar Oehler in seiner Vernissagerede, «da ist es besonders schön, den regionalen Künstlern Raum zu geben, sich präsentieren zu können. Einen Platz, der die kreativen Menschen zusammenbringt und für besseren Zusammenhalt sorgen wird.» Und damit jeder gleich die Galerie «zur Alten Post» finden kann, wenn er nach Balgach kommt, hat er vor einem Jahr beim Bernecker Bruno Federer ein grosses, altmodisch anmutendes Steckschild in Auftrag gegeben, das jetzt feierlich enthüllt wurde.

Aussergewöhnlich viele Gäste waren gekommen, um die vielfältige und eindrückliche Eröffnungsausstellung zu sehen und die ausgestellten Werke zu bewundern. Sechs Künstlerinnen und Künstler zeigten ihre Bilder und grossformatigen Fotos. In vollkommen unterschiedlichen Stilrichtungen, Formaten und Techniken. Von naiver Bauernmalerei, Natur- und Landschaftsfotos bis zu Porträts und Stillleben reichte das Spektrum der ausgestellten Werke.

Momentaufnahmen einer landschaftlichen Idylle

In weitem Umkreis sehr gut bekannt ist Trudy Graf-Eisenhut mit ihren Appenzeller Landschaftsbildern. Miniaturen, die jeweils eine Momentaufnahme einer landschaftlichen Idylle zeigen. Ein Bild eines glücklichen Landes in naiver Darstellung, akkurat, liebenswert und mit grossartiger Technik in Acryl auf Holz gemalt. Bilder, die es schaffen, gute Laune und auch ein gutes Stück Heimatliebe in die Herzen der Menschen zu bringen. Nicht minder eindrücklich das Schaffen von Galeristin Marianne Oehler, die neben zarten Aquarellen auch abstrakte Kompositionen in Acryl auf Leinwand zeigte. Wie auch Ursula Böhni und die bereits 93-jährige Maria L. Cantieni, die von Festredner Edgar Oehler als ehemals lange Zeit «schönste Frau im Rheintal» bezeichnet wurde. Und sehr gefühlvolle Aquarelle mit Blumenmotiven zur Schau stellte.

Heimische Natur, Polarlichter und Terrassen

Eindrücklich auch die präsentierten grossformatigen Fotografien von Albin Kühnis und Hansjörg Scheuble. Während der eine grossartige Momente und Stimmungen in der einheimischen Natur festhielt und ausstellte, zeigte der andere Naturereignisse wie etwa Polarlichter und kultivierte Landschaften. Mutierte Berghänge, die in jahrhundertelanger Arbeit durch Menschenhand in geometrischen Mustern zu Terrassen geformt wurden.

Die Galerie lädt heute Samstag, 20. Mai, von 9 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Alle Kunstliebhaber sind willkommen. Gewöhnlich ist die Galerie jeweils dienstags von 18 bis 21 Uhr geöffnet.

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