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(Bild: Archiv)

Promotion: Sehr solide Geschäftszahlen

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Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf. Diese Woche gewährten gleich acht Vertreter aus dem Swiss Market Index (SMI) Einblick in ihre Geschäftstätigkeit – beim Swiss Performance Index (SPI) waren es um die zwanzig.

In Summe lässt sich sagen, dass es bisher kaum negative Überraschungen gab. Die meisten Unternehmen lieferten, was im Vorfeld von ihnen erwartet wurde. Einige legten gar eine «Schippe» drauf.

Einmal mehr entpuppte sich der Finanzsektor als Corona-Profiteur. Dank günstiger Marktbedingungen haben sowohl die Grossbank UBS als auch die Privatbank Julius Bär Rekordergebnisse eingefahren. Die kräftige Konjunkturerholung kurbelte zudem das Geschäft der Industriekonzerne ABB und Georg Fischer an. Angesichts der guten Auftragslage erhöhten beide ihre Prognosen für das Gesamtjahr. Der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan ist derweil kaum zu bremsen. Die Genfer steigerten sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich. Und auch vom Detailhändler Valora gab es positive Nachrichten: Trotz anhaltend tiefer Kundenfrequenz schrieb der Kioskbetreiber im vergangenen Semester operativ schwarze Zahlen. Gemischt fällt das Fazit in der Basler Pharmabranche aus: Novartis präsentierte sich – aufgrund der zunehmenden Normalisierung im Gesund-heitswesen – stark. Bei Konkurrent Roche wuchs die Diagnostik-Sparte, während der Pharmabereich schrumpfte.

Corona-Fallzahlen beunruhigen Börsianer

Trotz teils über den Erwartungen liegender Unternehmenszahlen gelang es dem SMI (vorerst) nicht, aus seinem Seitwärtstrend der letzten Wochen auszubrechen: Zu viel scheint bereits eingepreist, zudem beunruhigen die Corona-Fallzahlen die Börsianer. Die Volatilität des Schweizer Leitindex nahm entsprechend zu. Für Anleger bedeutet dies, dass die Gefahr von kurzzeitigen Kursrücksetzern weiter steigt. Abseits der Berichtssaison sind kaum frische Impulsgeber für eine Fortsetzung der Rally auszumachen. Dafür bieten die Delta-Mutation, die hohen Bewertungsniveaus sowie die Verlangsamung der Wirtschaftserholung genügend Zündstoff für eine Korrekturbewegung im Bereich von 5 bis 10 %. Wir erwarten, dass die nächsten Wochen volatil bleiben. Anlegern empfehlen wir, das Augenmerk weiterhin auf eine breite Diversifikation zu legen. Gold bietet sich als zuverlässiger Portfoliostabilisator an. Taktisch gehaltene Cash-Positionen ermöglichen es darüber hinaus, mögliche Kursrücksetzer für Zukäufe zu nutzen. (pd)

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