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An der Börse geht's zurzeit aufwärts.
An der Börse geht's zurzeit aufwärts. (Bild: Archiv)

Promotion: Schweizer Unternehmen weiter stark unterwegs

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Diese Woche ging die Berichtssaison so weiter, wie sie letzte Woche geendet hatte: Die meisten Unternehmen zeigten solide Zahlen.

So verzeichnete etwa der Frachtlogistiker Kühne + Nagel in den ersten drei Monaten ein Umsatzwachstum von 23 % auf rund 6 Mrd. Franken. Der ope­rative Reingewinn verdoppelte sich auf 318 Millionen. Das Un­ternehmen mit Hauptsitz in Schindellegi profitierte von der im Zuge der konjunkturellen Erholung steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen.

Ebenfalls vielversprechend gestartet ist die Grossbank UBS. Dank guter Entwicklungen an den Finanzmärkten steigerte sie ihren Gewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 14 % auf 1,8 Mrd. Dollar. Die Erwartungen der Analysten erfüllte UBS damit allerdings nicht ganz. Die Pleite des Hedgefonds Arche­-gos schlug auch bei ihr mit gut 770 Mio. Dollar negativ zu Buche. Dies drückte am Dienstag den Kurs der Aktie um 3,2 % auf 13.60 Fr. – das durchschnittliche Zwölf-Monats-Kursziel der Analysten liegt bei 16.30. Weniger schwungvoll verlief das erste Quartal für Novartis. Der Nettoumsatz des Basler Pharmariesen stagnierte gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der Konzerngewinn schrumpfte um 5 %. Schuld waren der anhaltende Margendruck und das veränderte Patientenverhalten durch die Pandemie. Die Impulse der Berichtssaison auf die Börse bleiben indes überschaubar. Die Kurse haben die Erholung der Unternehmensgewinne grösstenteils schon vorweggenommen. Zudem nutzen viele Anleger die hohen Niveaus für Gewinnmitnahmen.

Ebenfalls keinen Freudentaumel unter den Börsianern rief der Rekordgewinn des Elektroautobauers Tesla hervor. Er verdiente im ersten Quartal 438 Mio. Dollar. Eine zentrale Rolle spielte der Handel mit Abgasrechten und Bitcoin, das Kerngeschäft mit Autos hingegen enttäuschte. Die Tesla-Aktie verlor am Dienstag über 4,5 % und weist damit seit Jahresbeginn eine negative Performance auf (Nasdaq Composite: +9,0 %). Analysten sehen die Papiere auf Jahressicht bei 628 Dollar, sie erwarten einen Kursrückgang von fast 10 %. Zu viel Euphorie ist eingepreist. Dies zeigt ein Blick auf die Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt mit 140 gut das Vierfache des Nasdaq-Durchschnittes. (pd)

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