rheintaler.ch

Regionalsport

Mit Kraft und Dynamik bewältigte Fredy Streich mit Lesly III und Hakim III bei den Zweispännern den Parcours.
Mit Kraft und Dynamik bewältigte Fredy Streich mit Lesly III und Hakim III bei den Zweispännern den Parcours. (Bild: Ulrike Huber)

Präzision und feste Hindernisse

Kommentare

Auf der Allmend in Altstätten wurde den zahlreichen Zuschauern bei den vom Gespann-Fahrverein Rheintal veranstalteten Fahrsporttagen Grossartiges geboten.

Schon seit zwanzig Jahren besteht der Gespannfahrverein Rheintal und ist Anlaufpunkt für alle, die diesen Sport betreiben. Ein Sport, der Kraft, Schnelligkeit, Präzision und Dynamik in sich vereint und akribische Arbeit mit den Pferden verlangt. Denn schliesslich gilt es, unter Zeitdruck zusammen mit den vierbeinigen Einhufern eine Kutsche über einen engen und schwierigen Parcours zu führen. Und in einer Dressurprüfung das blinde Verstehen, Können und Harmonie zu beweisen.

Tiere müssen einen ­gesunden Charakter haben

«Für unseren Sport sind eigentlich alle Pferderassen geeignet», erzählt OK-Präsident Reto Ulmann, «die Tiere müssen nur einen gesunden Charakter haben, die Hilfe des Fahrers gut annehmen und einen schönen Gang bei der Dressur vorweisen.»

Zum zwanzigjährigen Vereinsbestehen hatte man sich für die Fahrsporttage etwas Besonderes einfallen lassen. Waren es in den vergangenen Jahren nur «softe» Hindernisse, die zu bewältigen waren, so hat man dieses Jahr auch feste Hindernisse in den Parcours integriert. Holzpalettenstapel, auf denen kleine Bälle platziert waren, die bei Berührung der Hindernisse herunterfielen, was zu Strafpunkten führte. Auf einem Parcours mit festen Hindernissen wird auch mit anderen Kutschen gefahren. Nicht die in den letzten Jahren ­gesehenen noblen und im städtischen oder ländlichen Stil ge­haltenen Gespanne mit festlich gekleideten Fahrern. Sondern spezielle «Marathon-Kutschen». Sportgeräte, auf denen der Beifahrer durch Gewichtsverlagerung seinen Beitrag leisten kann.

Da diese Hindernisse etwas gefährlicher sind, ist bei dieser Art des Gespannfahrens Helm- und Rückenprotektorpflicht gegeben. Und es muss ein spezialisierter Tierarzt mit Equipment am Platz sein. Die tropischen Temperaturen konnten den Tieren hingegen nichts anhaben. Reto Ulmann dazu: «Die Tempobelastung für die kurze Zeit, die ein Umlauf dauert, ist für unsere trainierten Tiere überhaupt kein Problem.» Ein Problem war aber die diesjährige Beschaffenheit des Geläufs. Hatte man in den vergangenen Jahren den Platz immer noch entwässern müssen, so war dieses Jahr der Boden zu trocken, weshalb die Hufe der Pferde mit Stollen versehen wurden.

Rheintaler können vorne mithalten

Andreas Heule aus Widnau konnte bei den Zweispännern der Klasse L die Konkurrenz hinter sich lassen und den ersten Platz belegen. Ebenfalls aufs Siegertreppchen kam bei den Einspännern der Kriessner Mario Lüchinger mit seinem Pferd Fiona XXIII. Und schliesslich gelangen Reto Ulmann bei den Einspännern L und Gabi Segmüller aus Rebstein bei den Einspännern der Klasse MS gute vierte Plätze.

Gerhard Huber

Ranglisten

www.fahrverein-rheintal.ch

Folge uns: