rheintaler.ch

(unsplash)

Pflanzen im Glas: So legst du dein eigenes, ewiges Terrarium an

At Kommentare

Du magst Pflanzen, dir fehlt aber der grüne Daumen? Dann kommt hier die Lösung: Pflanzen im Glas. Das Terrarium sieht nicht nur cool aus, es ist auch total pflegeleicht, denn - Achtung Spoiler - es braucht gar keine Pflege.

Was ist ein ewiges Terrarium?
Ein ewiges Terrarium ist ein kleiner Garten in einem geschlossenen Glasbehälter. Wenn er richtig angelegt wurde, bildet sich darin ein eigenes Ökosystem, das nicht gepflegt werden muss. Das Zusammenspiel von Sonnenlicht, das von aussen auf den Behälter scheint und Wasser, das sich im Inneren befindet, bewirken, dass sich im Glas Nährstoffe und Gase entwickeln, die den kleinen Garten am Leben halten.

Welches Gefäss eignet sich?
Das Gefäss muss luftdicht verschliessbar sein und über mindestens zwei Liter Fassungsvermögen verfügen. Gut eignen sich klassische Einmachgläser, Bonbongläser oder eine Glasflasche. Je grösser die Öffnung, desto einfacher gestaltet sich das Anlegen des Gartens. Falls du dich für ein Gefäss mit schmaler Öffnung entscheidest, hilft eine Pinzette beim Befüllen.

So legst du den kleinen Garten an:

  1. Bevor du loslegst, solltest du das Gefäss mit kochendem Wasser reinigen.
  2. Schichte Kies und Granulat als Basis ganz unten in den Behälter, etwa vier bis fünf Zentimeter hoch. Besonders gut eignen sich Lavagranulat oder Basaltsplitt.
  3. Darauf folgt eine Schicht zerkleinerte Holzkohle, die Fäulnis- und Schimmelbildung vorbeugen soll. Um die Holzkohle zu zerkleinern, nimmst du am besten einen Beutel und zerkleinerst die Holzkohle darin mit einem Hammer. Die Teile sollten etwa 0.5 Zentimeter gross sein.
  4. Für die letzte Schicht benötigst du Aussaaterde, die du etwa drei bis vier Zentimeter hoch schichtest.
  5. Bepflanzen: Welche Pflanzen du in deinem Garten haben willst, ist dir überlassen. Besonders gut eignen sich exotische Pflanzen, die in einem feucht-warmen Ökosystem leben können. Das sind beispielsweise Mini-Orchideen, Bromelien, Zierpfeffer, Zebrakraut, Ufopflanze oder Tormoose.
  6. Kürze lange Wurzeln, damit die Pflanze dazu angeregt wird, Neue zu bilden. Danach gräbst du eine kleine Mulde, in die du die Pflanze hineinsetzt. Achte darauf, dass du die Pflanzen nicht zu dicht aneinander pflanzt. Mit Steinen und anderer Deko kannst du dein Terrarium verschönern.
  7. Fast fertig! Es fehlt aber noch eine sehr wichtige Zutat: Wasser. Giesse lauwarmes Wasser in dein Gefäss. Die Erde soll gut befeuchtet sein, es sollte sich aber kein Wasser am Glasboden sammeln. Falls dies doch passiert, lasse das Gefäss so lange offen, bis das Überschüssige Wasser verdunstet ist.
  8. Glas luftdicht verschliessen und fertig.

Tipp: Das Befüllen gelingt am besten mit Hilfe eines Trichters. So bleiben die Wände sauber und du kannst den Inhalt genau platzieren.

So pflegst du den Flaschengarten:
Ist der Garten richtig angelegt, benötigt er keine Pflege. Wichtig ist, dass du dein kleines Ökosystem an einem hellen Ort platzierst, der keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist.
In Ausnahmefällen solltest du den Deckel aber doch mal öffnen:

  • Wenn an der Innenseite des Gefässes Tropfen runterrinnen, ist es zu feucht im Ökosystem. Öffne den Deckel kurze Zeit und lass die überschüssige Feuchtigkeit entweichen.
  • Wenn du abgestorbene oder faulende Pflanzen entdeckst: Deckel öffnen und Pflanzen entfernen.

Folge uns: