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Heerbrugg

Die in Kirgistan geborene Violinistin Raikan Eisenhut.
Die in Kirgistan geborene Violinistin Raikan Eisenhut. (Bild: pd)

Orgel-plus-Konzert mit populären Werken

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Die Rheintalische Gesellschaft für Musik und Literatur lädt auf Mittwoch, 19. Januar, 20 Uhr, zu einem besonderen Orgel-plus-Konzert in die evangelische Kirche in Heerbrugg.

Das Streichorchester La Partita begleitet dabei Violinistin Raikan Eisenhut und Organist Karl Hardegger. Auf dem Programm stehen populäre Werke von Händel, Vivaldi und Mozart. Die Rheintaler Kulturstiftung unterstützt das Konzert, das Mitglieder der RGML bei freiem Eintritt geniessen.

Das Orchester La Partita, dem Rheintaler Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker angehören, musiziert seit Jahren regelmässig mit Karl Hardegger. Die in Kirgistan geborene Raikan Eisenhut studierte Violine am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau und an der Wiener Musikuniversität sowie Barockvioline am Mozarteum in Salzburg. Nach Jahren als ers-te Konzertmeisterin der Osaka Symphoniker, bei Philharmonia Wien und der Wiener Kammeroper ist sie nun in Vorarlberg und der Schweiz tätig.

Karl Hardegger widmet sich seit dem Rücktritt als Chorleiter der Rheintalischen Singgemeinschaft und der Pensionierung als Lehrer der Kantonsschule Heerbrugg seiner anderen Leidenschaft, der Orgelmusik. Er tritt im Konzert nicht nur als Solist in Erscheinung, er bestreitet auch den Part des Basso continuo.

Konzertbeginn mit zwei Werken von Händel

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) lernte früh das Orgelspiel; die Orgel stand ihm von allen Instrumenten stets am nächsten. Seine Orgelkonzerte sind seine eigene 1730 begründete Erfindung und stehen neben Bachs Cembalokonzerten am Anfang der Entwicklung des Konzerts für Tasteninstrument und Orchester. Händel spielte meist in den Pausen grosser Oratorien-Aufführungen auf einem für ihn gebauten Orgelpositiv. 16 Orgelkonzerte sind von ihm überliefert. Mit seinem Konzert op. 4, Nr. 2 in B-Dur wird das Konzertprogramm eröffnet. Danach folgt ebenfalls von Händel sein «Concerto grosso op. 6, Nr. 3» in e-Moll für Streicher und Basso continuo. Beim «Concerto grosso» steht eine kleine, solistisch behandelte Gruppe von Instrumenten einer grösseren gegenüber. Passagen, die beide Gruppen gemeinsam spielen, werden als Tutti bezeichnet.

«Die vier Jahreszeiten» ist das wohl bekannteste Werk von Antonio Vivaldi (1678 – 1741). Er hatte zuvor schon mit aussermusikalischen Programmen experimentiert, die sich häufig in seinen Titeln niederschlagen. Wie der Titel zeigt, imitiert er hier Naturerscheinungen wie sanfte Winde, heftige Stürme oder Gewitter. Ebenso wie Vivaldis Bauern, Hirten und Jäger leben auch wir im stetigen Rhythmus von Himmel und Erde, den die Jahreszeiten bestimmen. Im dreisätzigen «Winter» spielt Raikan Eisenhut die Solovioline.

Klassisch klingt das Konzert mit «Divertimento in F-Dur, KV 138» von Mozart (1756 – 1791) aus. Das Werk bildet mit KV 136 und KV 137 die Trias «Salzburger Sinfonien» und gehört zum Populärsten aus der Feder des jungen Mozart. Das Wort «Divertimento» im Autograph ist von fremder Hand ergänzt worden und formal nicht korrekt, denn die Werke sind dreisätzig ohne Menuett angelegt. Aus anderem Blickwinkel ist diese Gattungsbezeichnung aber «rechtmässig», handelt es sich doch um Unterhaltung auf höchstem Niveau.

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