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Nur ein kleines Defizit

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Aufwand und Ertrag sind «im Gleichgewicht», teilte der Gemeinderat an der Orientierungsversammlung mit. Die Bevölkerung wünscht mehr Investitionstätigkeit.

Die Mitglieder des Gemeinde­rates erläuterten die verschiedenen Voranschlagspositionen aus ihren Ressorts. Der budgetierte Aufwand beträgt im Gesamten 7010040 Franken. Dem steht ein Ertrag von 7009634 Franken gegenüber. Damit halten sich Aufwand und Ertrag beinahe die Waage: Für 2018 wird ein kleines Defizit von 406 Franken prognostiziert.

Mehrausgaben bei Allgemeiner Verwaltung

Gegenüber dem Voranschlag 2017 muss in zwei Ressorts mit Mehrausgaben gerechnet werden. Im Bereich «Allgemeine Verwaltung» schlagen die Archivreorganisation, die zusätzliche Stelle im regionalen Grundbuchamt sowie die vom Kantonsrat in erster Lesung verabschiedeten Einmaleinlagen in die Pensionskasse zu Buche. Diese Einmaleinlagen belasten auch das Schulbudget. Mit den erwarteten Steuereinnahmen sowie den Minderausgaben in den restlichen Ressorts können diese Mehrausgaben praktisch aufgefangen werden.

Die Verhandlungen zum Erwerb des Bahnhofs Wienacht wurden abgebrochen. Der im Voranschlag eingestellte Betrag von 46000 Franken für die Ausarbeitung eines Vor- und Bau­projekts wird somit nicht beansprucht.

Der Gemeinderat informierte über den derzeitigen Stand der Arbeiten im Zusammenhang mit der Sicherung von altersgerechtem Wohnraum am Standort Brenden. Nachdem die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Thal in den Hintergrund gerückt war, wurde Ausschau nach einem Investor und Betreiber gehalten. Die gemeinsame Planung hat begonnen. Im Frühjahr 2018 kann aller Voraussicht nach detaillierter informiert werden.

Informiert wurde auch über die Prüfung von verkehrsberuhigenden Massnahmen in Wie­nacht zum Schutz von Fussgängern, insbesondere von Kindern, und über die geplante Instandstellung des Fusswegs Hof – Hohe Lust. Der Gemeinderat orientierte zudem über die erste Etappe zur Erschliessung des neuen Baugebiets Brenden-Engelgass mit Trinkwasser und die Erneuerung des veralteten Rohrnetzes Buckstrasse bis Reservoir Haufen.

Diskussion über mehr ­Investitionstätigkeit

Die finanzpolitischen Ziele – festgelegt für die Legislaturperiode 2015 bis 2019 – und die auf den heutigen Stand aktualisierten Finanzkennzahlen gaben Anlass zu einer grösseren Diskussion. Aus der Mitte der Besucher wurde angeregt, die Investitionstätigkeit zu verstärken und damit die Attraktivität der Gemeinde zu erhöhen. Sollte dies nicht möglich gemacht werden, wäre eine Reduktion des Steuerfusses anzustreben. Dies auch unter Berücksichtigung der günstig lautenden Finanzplanung für die Jahre 2019 bis 2023.

Orientierungsversammlung interessanter machen

Der Gemeinderat hat vom Wunsch seitens der Geschäftsprüfungskommission Kenntnis genommen, öffentliche Versammlungen in Zukunft jeweils durch ein Thema von besonderem Interesse zu ergänzen. Damit könne allenfalls eine höhere Präsenz von Einwohnerinnen und Einwohnern an derartigen Anlässen erreicht werden. (gk)