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«Niemand kann von heute auf morgen ein guter DJ werden»

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In seiner Freizeit steht Karim hinter dem DJ-Pult und durfte schon mehrere Gigs spielen. Was es braucht, um DJ zu werden, erzählt er im Interview.

Name: Karim Alter: 24 Wohnort: Berneck Beruf: Elektroplaner

Wie bist du DJ geworden?
Ich habe mich schon als Teenager für Musik begeistert. Für mich war der reine Konsum von Musik bald nicht mehr genug und ich wollte selbst hinter dem Mischpult stehen. Ich habe mir mein erstes Mischpult angeschafft, ein richtiges Anfängermodell versteht sich. Auch meine besten Freunde legten auf. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, unser Equipment geteilt und gemeinsame Events organisiert.

Welche Musik spielst du?
Ich würde die von mir gespielte Musik den Genres Melodic Techno/House und Indie Dance zuordnen. Wobei das Genre je nach Publikum und Stimmung angepasst wird. Mein Wunsch DJ zu werden, entstand in einer Zeit, in der ich Psychedelic Trance hörte. Kurze Zeit später habe ich Deephouse für mich entdeckt. Das entwickelte sich dann zu House und Melodic Techno.

Wo hast du das erste Mal aufgelegt?
Mit zwei besten Freunden habe ich «Anime Tiddies» gegründet. Die ersten Gigs gingen zu zweit oder zu dritt über die Bühne. Anfangs waren wir nur auf privaten Partys zu hören. Unsere ersten offiziellen Auftritte ermöglichte uns das Treppenhaus in Rorschach. Die Verantwortlichen stellten uns an mehreren Abenden die Bühne zur Verfügung und wir kümmerten uns um die Bekanntmachung des Events. «Anime Tiddies at Treppenhaus» gewann zunehmend an lokaler Bekanntheit und verschaffte uns auch die einen oder anderen Kontakte für die Zukunft.

Wie hat sich das auf eure Zusammenarbeit ausgewirkt?
Uns wurde bewusst, dass wir nicht zu dritt hinter dem Mischpult stehen können. Ich habe mich dazu entschieden, alleine weiterzumachen, da es mich auch musikalisch in eine andere Richtung zog. Ich durfte bereits an diversen privaten Partys im Rheintal auflegen, auch an der Rhema. Ich konnte durch die Kontakte, die sich daraus ergeben hatten, auch an einigen Partys in St. Gallen spielen. Darunter Gigs in der Tankstelle und im Flon.

Was braucht es, um DJ zu werden?
Das wichtigste ist das Interesse. Jedoch sind Durchhaltevermögen, das richtige Equipment und die Kontakte genauso wichtig. Niemand kann von heute auf morgen ein guter DJ werden. Da steckt sehr viel Arbeit und Fleiss dahinter. Es ist schwierig, von Anfang an Gigs zu bekommen, da der Markt bereits gesättigt ist.

Hast du ein Vorbild?
Dixon ist mein grösstes Vorbild. Seine Sets verzaubern mich immer wieder aufs Neue.

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