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Rüthi

Das Schauspiel der Freilichtbühne Rüthi begeisterte mit dem «Schmugglerkönig».
Das Schauspiel der Freilichtbühne Rüthi begeisterte mit dem «Schmugglerkönig». (Bild: pd)

Neuer Zuschauerrekord

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Die Aufführungen der Freilichtbühne Rüthi sind am Sonntag zu Ende gegangen. Sämtliche Vorstellungen sowie eine Zusatzvorstellung waren ausverkauft.

Komplett ausverkauft bedeutet für die Freilichtbühne einen neuen Zuschauerrekord. Das Interesse am neuen Theaterstück von Kuno Bont war von Anfang an sehr gross. «Interessanterweise gab es aus der ganzen Schweiz Anfragen, obwohl wir dort keine Werbung gemacht haben. Für uns ein Hinweis darauf, dass sich langsam herumspricht, was die Freilichtbühne zu bieten hat», sagen die Verantwortlichen. So wolle man in Zukunft vermehrt auch mit dem Tourismus in der Region zusammenarbeiten.

Es kamen fast 10000 Theaterbesucher

Mit Vorpremiere, den ordentlichen Aufführungen, der Zusatzaufführung und den bei schönem Wetter zusätzlich in die Reihen gestellten Stühlen haben diesmal gegen 10000 Theaterbesucher den «Schmugglerkönig» auf der Freilichtbühne Rüthi gesehen. Regisseurin Simona Specker und ihr Regie-Assistent Renato Tolfo haben es ausgezeichnet verstanden, das anspruchsvolle Stück mit Spannung und Faszination umzusetzen. Das einzigartige Bühnenbild faszinierte. Die vielen Laiendarsteller haben grosse Spielfreude gezeigt und bewiesen, dass sie das Theaterspiel im Blut haben. Mehrere Schauspieler waren einem Aufruf der Freilichtbühne gefolgt und das erste Mal mit dabei. «Es war ein unvergessliches Erlebnis, fast wie in einer grossen Familie», blickt eine Teilnehmerin zurück. Überzeugt in ihren Rollen haben auch die Absolventen des vereins­eigenen Ausbildungstheaters, der Theater Company. Es gelang ihnen ihr Talent auf der Bühne einzubringen.

Ärger mit dem Wetter

Dass die diesjährigen Freilichtspiele von Rüthi mit einem Gewitter zu Ende gingen, ist symptomatisch für die diesjährige Inszenierung. Sturm und Regen zogen die Infrastruktur und die Kulissen schon vor dem Start in arge Mitleidenschaft. An der zweiten Premiere spielte das Ensemble im strömenden Regen, praktisch das ganze Stück. Auch nachher musste die Freilichtbühne immer um gutes Wetter bangen. Erst letzte Woche besserte es. Die Verantwortlichen haben sofort reagiert und die Kapazität der Tribünenplätze durch Zusatzstühle deutlich erhöht.

Bis auf einen kleineren Zwischenfall sind die Aufführungen unfallfrei und reibungslos verlaufen. «Dies ist nicht zuletzt der Disziplin aller Beteiligten vor und hinter der Bühne zu verdanken», ist sich die Produktionsleitung ­einig. Die Verantwortlichen betonten am Schlussabend einmal mehr ihre Dankbarkeit allen Sponsoren, Förderern, Institutionen, Freunden und Gönnern gegenüber. Ohne sie wären derartige Inszenierungen nicht möglich. Gedankt wurde auch den vielen treuen Theaterbesucher.

Gebäulichkeiten können gekauft werden

Schon in der Nacht von Sonntag auf Montag, unmittelbar nach der Derniere, starteten die Abbrucharbeiten. Jetzt müssen alle Installationen und die Kulissen wieder zurückgebaut werden. Dabei hilft auch der regionale Zivilschutz mit. In diesem Zusammenhang werden die Häuser und Gebäulichkeiten des Bühnenbildes Interessierten zum Kauf angeboten (076 439 82 87). Die Abbrucharbeiten dauern noch, aber im Frühling wird dort, wo gelitten, gefeiert und geschmuggelt wurde, wieder Gras wachsen. (pd)

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