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Widnau

Roman Würth (rechts) ist überzeugt, dass seine Patienten bei Ulli Imlau in den besten Händen sein werden.
Roman Würth (rechts) ist überzeugt, dass seine Patienten bei Ulli Imlau in den besten Händen sein werden. (Bild: Susi Miara )

Neuer Hausarzt für Praxis Würth

Susi Miara Kommentare

Nach 27 Jahren übergibt Roman Würth seine Praxis in jüngere Hände. Der neue Widnauer Hausarzt heisst Ulli Imlau.

Weil seine Arbeitsbelastung sehr gross ist, suchte Roman Würth seit Jahren einen Arzt zur Unterstützung, was bekanntlich ein schwieriges Unterfangen ist. Schliesslich hatte er doch noch Glück. «Mit bald 63 Jahren hätte ich zwar noch warten können. Wenn man aber das Glück hat, einen gut ausgebildeten Arzt zu finden, erscheint mir der Zeitpunkt dann doch noch ideal», sagt Roman Würth.

Da er weiterhin an gewissen Tagen und als Ferienvertretung praktizieren wird, hatte er keine Bedenken, ins zweite Glied zu treten. «Ausserdem habe ich so die Möglichkeit, noch weitere zehn Jahre Patienten zu betreuen», sagt Roman Würth.

Aus Erfahrung weiss der Arzt, dass eine Praxis in dieser Grösse allein kaum zu bewältigen ist. «Dies ist die ideale Lösung für mich und meine Patienten», sagt er. Die Praxis könne so an 52 Wochen während sechs Tagen, zusätzlich auch am Donnerstagnachmittag, Patienten behandeln.

Hausarzt ist die wichtigste Bezugsperson

«Bei uns gilt der Grundsatz, dass alle Patienten angenommen werden. Somit wird es keinen Aufnahmestopp für neue Patienten geben und auch keine Betriebsferien», sagt Würth. Zu zweit habe man ausserdem mehr Zeit für den einzelnen Patienten. Ein wesentlicher Fokus der Praxis sei die sehr wichtige persönliche Bindung und Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patienten mit Kontinuität und Verlässlichkeit und ohne Einflussnahme einer Gruppenfirma oder von Aktionärsinteressen.

Der Nachfolger von Roman Würth heisst Ulli Imlau. Er kommt aus Blaubeuren, das in der Nähe von Ulm liegt. Seinen neuen Wohnsitz wird er mit seiner Familie an den Bodensee verlegen. Bereits seine erste Arztstelle zog ihn an den Bodensee, nach Konstanz. Den grössten Teil seiner praktischen Weiterbildung absolvierte er dann in verschiedenen Schweizer Spitälern: in Münsterlingen, Biel und in Zihlschlacht. Heute arbeitet er als ärztlicher Leiter eines Ärztezentrums im Kanton Zürich. Hausarzt ist für ihn der richtige Arztberuf, dies obwohl für viele Ärzte Allgemeinmedizin nicht so populär ist.

«Ich habe Medizin studiert, um genau so ein Arzt zu werden. Als erste Anlaufstelle für den Patienten ist der Hausarzt eine der wichtigsten Bezugspersonen», sagt Ulli Imlau. Es mache ihm auch nichts aus, hart zu arbeiten. Seinen Job übe er mit viel Leidenschaft aus, weil im Wort Beruf eben auch die Berufung stecke.

Praxis heisst neu «Ärztehuus Widnau»

Beide Ärzte sind sich einig, dass der Beruf des Allgemeinmediziners sich in den letzten Jahren stark verändert hat. «Vor allem ist der Ablauf viel komplexer», sagt Roman Würth. Zudem sei die gesamte Technologie umfangreicher, komplizierter und fordernder geworden. In nächster Zeit steht in der Praxis die digitale Umgestaltung an. Die Patientendaten werden digitalisiert, was mit einiger Arbeit verbunden ist.

Ab 1. Januar bekommt die Praxis zudem einen neuen Namen: «Ärztehuus Widnau».

Der Rheintaler Notfalldienst kann auf die Unterstützung des neuen Allgemeinmediziners zählen. Ulli Imlau wird zu 100 Prozent eingesetzt, Roman Würth zu 50 Prozent.

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