rheintaler.ch

Regionalsport

Ramon Betschart will erstmals im Derby einen Gegner schultern.
Ramon Betschart will erstmals im Derby einen Gegner schultern. (pd)

Neuauflage des Rheintaler Ringerderbys

Dip Kommentare

Nicht weniger als 14 Jahre mussten die Rheintaler Ringerfreunde auf diesen Moment warten. Erstmals seit 2008 treffen der RC Oberriet-Grabs und die RS Kriessern wieder in der höchsten Schweizer Ringerliga, der Swiss Wrestling Premium League, aufeinander.

Seit der RC Oberriet-Grabs im letzten Jahr seine Vision 2020 wahr gemacht und den Aufstieg in die Premium League geschafft hat, freut man sich hüben wir drüben auf diesen Kampf. Beim letzten Aufeinandertreffen hiess die Meisterschaft noch NLA, war der Modus ein anderer und die Regeln haben inzwischen gefühlt 100x geändert. Eines aber ist gleichgeblieben: eine Niederlage gegen den Nachbarn aus der gleichen Gemeinde schmerzt Ringer und Anhang doppelt und will unter allen Umständen vermieden werden.

Derby mit eigenen Gesetzen

Der Druck auf die Teams ist deutlich grösser als in einem «normalen» Kampf und deshalb haben die Derbys, vergleichbar mit dem Cup im Fussball, ihre ganz eigenen Gesetze. Mehr Emotionen auf und neben der Matte, viel Volk in der Halle und Überraschungen in der Aufstellung führen dazu, dass der Ausgang nicht immer den Erwartungen entspricht. 21:20 zu Gunsten des RC Oberriet-Grabs lautete beispielsweise das Resultat 2002, bevor man im Rheintal wegen des Modus 5 Jahre auf das nächste Aufeinandertreffen der Rivalen warten musste. Erst 2007 konnten die Kriessner die Scharte mit einem 28:11 ausmerzen. 2008 ging der bis heute letzte Kampf ebenfalls an die Kriessner, diesmal knapp mit 23:16.

RS Kriessern am Samstag der Favorit

Diesmal gehen die Kriessner nach einem starken Saisonstart mit zwei Siegen gegen die RS Freiamt und die RR Einsiedeln als Favorit in die Begegnung und dieser Favoritenrolle will man unter allen Umständen gerecht werden. Alles andere als ein Sieg wäre eine herbe Enttäuschung für den letztjährigen Bronzemedaillengewinner. Zwar ist zum jetzigen Zeitpunkt der Meisterschaft eine Niederlage kein Beinbruch, aber eben, es ist das Derby. Trainer Mico Hutter kann am Samstag aus dem Vollen schöpfen. Zwar fehlt Marc Dietsche noch, der am Donnerstag seinen Kampf an der Weltmeisterschaft in Belgrad verloren hat, aber ansonsten steht das ganze Kader zur Verfügung. Die Kriessner wollen aber nicht nur auf der Matte für Furore sorgen, sie hoffen auch, dass der gelb-schwarze Anhang über sich hinauswächst und für Hühnerhautstimmung sorgen wird.

Der Kampf in der Sporthalle Bildstöckli in Oberriet beginnt am Samstag, 17. September, um 19 Uhr.

Folge uns: