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  • Das vielleicht schönste Fahrzeug des Bergsprints, ein Alfa Romeo 6C 2500 SS Corsa (Baujahr 1940).
    Das vielleicht schönste Fahrzeug des Bergsprints, ein Alfa Romeo 6C 2500 SS Corsa (Baujahr 1940). (Ulrike Huber)
  • Profi-Rennfahrerin Cyndie Allemann kutschierte bei ihren Taxifahrten furchtlose Bergsprint-Besucher.
    Profi-Rennfahrerin Cyndie Allemann kutschierte bei ihren Taxifahrten furchtlose Bergsprint-Besucher.
  • Rolf Engler repariert seinen Riley Big Four (1937): «Das Auto wurde für Rundstrecken gebaut, ist am Berg also nicht ideal.»
    Rolf Engler repariert seinen Riley Big Four (1937): «Das Auto wurde für Rundstrecken gebaut, ist am Berg also nicht ideal.»
  • Auch die Zweirad-Piloten präsentierten Wunderwerke der Technik; Motorräder, die noch richtig knattern.
    Auch die Zweirad-Piloten präsentierten Wunderwerke der Technik; Motorräder, die noch richtig knattern.
  • Ein besonders rares Modell: Graham Paige Standard Six 68 aus dem Jahr 1934.
    Ein besonders rares Modell: Graham Paige Standard Six 68 aus dem Jahr 1934.
  • «Heute habe ich mir wieder den Renn-Virus eingefangen», sagt OK-Präsident Erwin Steingruber, der hier mit seinem March-BMW Formel 2 (Baujahr 1980) am Start steht: «Ich habe den Wagen seit 1992 nicht mehr bewegt. Doch schon am Start, beim ersten Slide, hatte mich das Fieber wieder gepackt. Jetzt wird das Gerät jedes Jahr mindestens einmal gefahren. Im zweiten Lauf ist das Auto stehen geblieben, weil sich das Hauptzündkabel gelöst hatte. Jetzt läuft alles wieder.»
    «Heute habe ich mir wieder den Renn-Virus eingefangen», sagt OK-Präsident Erwin Steingruber, der hier mit seinem March-BMW Formel 2 (Baujahr 1980) am Start steht: «Ich habe den Wagen seit 1992 nicht mehr bewegt. Doch schon am Start, beim ersten Slide, hatte mich das Fieber wieder gepackt. Jetzt wird das Gerät jedes Jahr mindestens einmal gefahren. Im zweiten Lauf ist das Auto stehen geblieben, weil sich das Hauptzündkabel gelöst hatte. Jetzt läuft alles wieder.» (Ulrike Huber)
  • Das vielleicht schönste Fahrzeug des Bergsprints, ein Alfa Romeo 6C 2500 SS Corsa (Baujahr 1940).
  • Profi-Rennfahrerin Cyndie Allemann kutschierte bei ihren Taxifahrten furchtlose Bergsprint-Besucher.
  • Rolf Engler repariert seinen Riley Big Four (1937): «Das Auto wurde für Rundstrecken gebaut, ist am Berg also nicht ideal.»
  • Auch die Zweirad-Piloten präsentierten Wunderwerke der Technik; Motorräder, die noch richtig knattern.
  • Ein besonders rares Modell: Graham Paige Standard Six 68 aus dem Jahr 1934.
  • «Heute habe ich mir wieder den Renn-Virus eingefangen», sagt OK-Präsident Erwin Steingruber, der hier mit seinem March-BMW Formel 2 (Baujahr 1980) am Start steht: «Ich habe den Wagen seit 1992 nicht mehr bewegt. Doch schon am Start, beim ersten Slide, hatte mich das Fieber wieder gepackt. Jetzt wird das Gerät jedes Jahr mindestens einmal gefahren. Im zweiten Lauf ist das Auto stehen geblieben, weil sich das Hauptzündkabel gelöst hatte. Jetzt läuft alles wieder.»

Motorendonner in Walzenhausen

Gerhard Huber Kommentare

Wieder mehr als 8000 Zuschauer verfolgten am Wochenende, wie beim Bergsprint historische Rennfahrzeuge die geschichtsträchtige Bergrennstrecke zwischen Walzenhausen und Lachen bezwangen.

MOTORSPORT. Alle drei Jahre bekommt das Appenzeller Vorderland Motorsport vom Feinsten geboten. Echte Rennfahrer und Herrenfahrer sowie natürlich auch einige schnelle Frauen aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland peitschen ihre PS-starken Gefährte die verwinkelte Strecke von Walzenhausen nach Lachen hinauf. Autos und Motorräder, die ihren festen Platz in der Geschichte der Technik und des Rennsports haben.

Vom Oldtimer zum Wankelmotor

Der Bogen der teilnehmenden Autos spannte sich von einem La France aus dem Jahr 1917 über die zierlichen Formel-Fahrzeuge der 30er- bis 80er-Jahre bis zu einem in Le Mans erprobten Sauber C6. Jede Art von Motorentechnik war im Fahrerlager zu sehen, von luftgekühlten Einzylinder-Motorradtriebwerken über Vierzylinder-Reihenmotoren zu den amerikanischen V8-Small-Blocks. Ja sogar ein für Rennen getunter Wankelmotor brüllte das Lied seiner Kraft in die Welt hinaus. Eingebaut in einen Lotus Europe von 1971 hat dieser Rotations-Kolbenmotor den Vorteil, dass es ihm an jeder Art von Vibration mangelt.

Überhaupt ist der Sound der Motoren so schön wie vielfältig. Das räudige Bollern der langhubigen Antriebsaggregate trifft sich mit dem Trommelfell-zerfetzenden Kreischen der hochtourigen Kurzhuber.

Manche mögen dies schlicht als Lärm empfinden. Für Motorsport-Aficionados ist es eine kakophonische Symphonie, dargebracht von einem kaum zu bändigenden Orchester, das mit den Fehlzündungen bei den Schaltvorgängen die Paukenschläge setzt.

Aber zurück zur Strecke. Was OK-Präsident Erich Steingruber und seine Mitstreiter alle drei Jahre leisten, wurde von den teilnehmenden Fahrern in den höchsten Tönen gelobt. Wie auch das kurvige und mit vielen zusätzlichen Betonleitplanken und Strohballen gesicherte Asphaltband hinauf nach Lachen. So meinte der derzeit erfolgreichste Schweizer Rennfahrer, Marcel Fässler, der seinen Passagieren im Rallye-Audi-Quattro bei Taxifahrten im Renntempo das Fürchten beibrachte: «Die Strecke ist sehr eng, macht aber Riesenspass zum Fahren. Ich lasse aber natürlich eine hohe Sicherheitsmarge im Vergleich zu meinen Renneinsätzen.»

Dominic Schmitter, der aufgehende Stern in der Superbike-WM aus Altstätten, gönnte sich den Spass und ging mit einem BMW-Rennmotorrad mit blauem «L» für Fahrschüler auf die Strecke. Denn Schmitter verfügt nicht über die Motorrad-Fahrerlaubnis für den Strassenverkehr. Die Begründung des 22-Jährigen: «Mit dem Töff auf der Strasse im normalen Verkehr, das ist mir viel zu gefährlich.»

Rennfahrerin Cyndie Allemann wunderte sich schmunzelnd, dass ihr eine Autogarage für ihre Taxifahrten mit mutigen Besuchern einen 510 PS starken Mercedes anvertraut hat: «Denn manchmal bin ich ein bisschen schusselig.» Was aber keine Folgen zeitigte. Fahrerin und Sportwagen überstanden das Wochenende unbeschadet.

Golf und Manta aus der Jugend

Den vielen Besuchern hat es jedenfalls gefallen. Wie auch Marc Ewald Zuchowski aus Buchs: «Ein toller und spannender Event. Die Autos aus den 70er- und 80er-Jahren wie Golf GTI, Opel Manta, Renault Gordini oder auch die Tourenwagen-BMW erinnern mich an meine Jugendzeit. Und die im Fahrerlager aus nächster Nähe zu bewundernden richtigen Oldtimer aus den 30er-Jahren strahlen viel Eleganz und Schönheit aus.»

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