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Heerbrugg

Mit dem berühmten Film von Markus Imhoof will die IG Bienenfreunde die Bevölkerung im Rheintal für den Schutz und die Förderung der Honigbiene sensibilisieren.
Mit dem berühmten Film von Markus Imhoof will die IG Bienenfreunde die Bevölkerung im Rheintal für den Schutz und die Förderung der Honigbiene sensibilisieren. (Bild: pd)

«More than Honey» im Madlen

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Am 20. November lädt die IG Bienenfreunde zu einem besonderen Film ins Kinotheater Madlen ein. In grossartigen Bildern entführt «More than Honey» die Zuschauer in die Welt der Bienen.

Insekten sind gefährdet, denn ihre Lebensgrundlagen sind immer mehr bedroht und der Einsatz von Pestiziden tötet sie. Dies, obwohl Insekten als Bestäuber von Blütenpflanzen und als wichtiges Glied in der Nahrungskette von grosser ökologischer Bedeutung sind.

Ein deutliches Signal: Vor dreissig oder vierzig Jahren waren Autoscheiben nach länge­-ren Fahrten auf der Autobahn stets verschmutzt von zahllosen zerschmetterten Fliegen, Mücken und anderen Insekten. Heute sieht man das praktisch nicht mehr.

Engagement für die Honigbiene

Die Interessengemeinschaft Bienenfreunde Rheintal mit Präsident Ivo Keel, Rebstein, hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung mit dem Lebewesen Biene vertraut zu machen und ihr den richtigen Umgang mit dem Insekt zu vermitteln. Sie engagiert sich für den Erhalt der Lebensumwelt und will die Bepflanzung unserer Gärten und Balkone mit geeigneten Futterpflanzen fördern. Gegründet wurde die IG im Februar 2016. In Zusammenarbeit mit dem Kino Madlen lädt die Inte­ressengemeinschaft dazu am 20. November um 20.15 Uhr zum vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm von Markus Imhoof «More than Honey» (mehr als Honig) ein. In prächtigen Bildern präsentiert der Schweizer Spielfilmregisseur spektakuläre Einsichten ins Leben der interessanten Tiere, in die Funktion von Superorganismen und Schwarmintelligenz. Und es geht um grosse ökologische Zusammenhänge und darum, dass die Produktion von mehr als einem Drittel unserer Nahrungsmittel abhängig von der Bestäubung durch Insekten, vor allem durch Bienen, ist. So zeigt der Film etwa, wie in einigen Provinzen Chinas bereits Menschen jede einzelne Blüte mit einem Wattebausch betupfen, auf dem Blütenstaub haftet. Dies zur Warnung, wozu ein Bienensterben führen könnte.

Neben den Makroaufnahmen verwendete Imhoof ein ganzes Arsenal an Bildtechniken, die die verschiedenen Handlungsstränge des Films immer auch aus dem Blickwinkel der Bienen erzählen: Radarbilder, Wärmekameras, Infrarot-, UV-, Magnetresonanz-, Zeitraffer- und Satelliten-Aufnahmen geben Einblicke in eine Welt, die dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleibt. (pd)

Daten zur Filmvorführung in Heerbrugg: Montag, 20. November, 20.15 Uhr. Türöffnung um 19.30 Uhr; Unkostenbeitrag fünf Franken.