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Mikroplastik in meinem Shampoo? Nein Danke!

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Viele grosse Marken werben mit natürlichen Inhaltsstoffen oder Verpackungen und gaukeln den Kunden ein umweltfreundliches Produkt vor. Was sich dahinter verbirgt, ist oft haarsträubend. Hier sind 5 Tipps, worauf du beim Kauf von Shampoo und Co. achten kannst und wie du dich und die Umwelt schonst.

1. Nutze Codecheck
Der einfachste Weg, sich über die Inhaltsstoffe eines Produkts zu informieren, ist die App Codecheck. App öffnen, Strichcode des Produkts scannen, Produkt anklicken. Codecheck zeigt dir, welche Inhaltsstoffe gefährlich sind und was die Problematik der jeweiligen Stoffe ist.

Im Beispiel: Ein Kindershampoo mit besorgniserregenden Inhaltsstoffen. (Screenshot Codecheck)

2. Ein hoher Preis ist keine Garantie für gute Qualität
Günstige Produkte enthalten oft weniger und harmlosere Inhaltsstoffe. Eine lange Liste von Inhaltsstoffen ist generell kein gutes Zeichen. Besonders teure Shampoos enthalten oft sehr viel Chemie. Sie können zwar ein tolles Haargefühl erzeugen, machen aber auf Dauer abhängig. Oft reicht ein kurzer Entzug und das Haar fühlt sich nach nicht allzu langer Zeit mit natürlichen Pflegeprodukten wieder genauso gut an.

3. Lass dich nicht von der Verpackung täuschen
Viele lassen sich von einer schillernden Verpackung und verheissungsvollen Versprechungen zum Kauf verleiten. Dies gilt auch für Produkte, die eine «natürliche» oder minimalistische Aufmachung haben. Das sagt nichts über den Inhalt aus. Wirf bei allen Produkten erst einen Blick auf die Inhaltsstoffe, bevor du sie kaufst. Diese zwei Minuten sind es auf jeden Fall wert.

4. Je weniger desto besser
Du machst deinem Körper einen Gefallen, wenn du das Duschmittel auch mal weglässt oder ganz darauf verzichtest. Dein Körper ist nicht darauf angewiesen. Vermeide Temperaturen über 38 Grad in der Dusche, damit zerstörst du die schützende Lipidschicht der Haut. Wenn du auf diese Punkte achtest, sollte auch keine Bodylotion mehr nötig sein.

5. Meide Mikroplastik, Parabene, Parfum, Tenside, Aluminium und chemische UV-Filter
Leider ist es nahezu unmöglich, sich alle Namen der schlechten Inhaltsstoffe zu merken und diese aufzulisten, weshalb Codecheck ein sehr hilfreiches Tool ist. Trotzdem ist es gut zu wissen, um was es sich bei den Inhaltsstoffen handelt.

Mikroplastik
Auf Mikroplastik zu verzichten ist gar nicht so einfach. Es ist nämlich in sehr vielen Produkten wie Peelings, Shampoos, Cremes, Zahnpasta und vielem mehr enthalten. Die Problematik mit Mikroplastik ist, dass die Teilchen nicht aus dem Wasser gefiltert werden können und deshalb durch die Nahrungskette wieder auf unserem Teller landen. Ein Mensch nimmt pro Woche bis zu fünf Gramm Mikroplastik zu sich. Das entspricht einer Kreditkarte.
Auf Codecheck werden die kleinen Plastikteile als schwer abbaubares Polymer gekennzeichnet.

Parabene
Parabene stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Sie können im Körper wie Hormone wirken, weshalb sie besonders schädlich für Schwangere, Kleinkinder und Jugendliche sein können. Parabene lagern sich im Körper an und werden mit Krankheiten und Phänomenen wie Unfruchtbarkeit, Diabetes, verfrühter Pubertät und hormonbedingten Krebsarten wie Brust-, Hoden, und Prostatakrebs in Verbindung gebracht. Parabene enthalten immer das Wort Parabene, zum Beispiel Methylparabene oder Butylparabene.

Parfum
Oft haut einem der Geruch eines Shampoos oder einer Creme fast um. Der Duft hilft deiner Haut aber nicht, im Gegenteil, er kann Allergien verstärken. Besonders Asthmatiker und Kontaktallergiker sollten darauf achten, dass ihre Pflegeprodukte möglichst neutral riechen. Die Ausnahme: ätherische Öle.

Tenside
Tenside werden überall genutzt, wo es schäumen soll und wo etwas gereinigt wird. Durch die scheuernde Wirkung kann die Haut aber austrocknen und durchlässiger für Schadstoffe werden. Je mehr dein Shampoo oder deine Seife schäumt, desto mehr Tenside sind enthalten.

Aluminium
Aluminiumsalze sind oft in Deos enthalten, mittlerweile aber sehr einfach zu meiden, da die meisten Deos gross mit «ohne Aluminium» gekennzeichnet sind. Aluminium kann die Poren verstopfen und so den Schweissfluss stoppen, das Aluminium gelangt dadurch aber in den Körper.

Chemische UV-Filter
Chemische UV-Filter wurden als möglicherweise krebserregend eingestuft und lösten in Tierversuchen hormonelle Veränderungen bei Tieren aus. Ausserdem sind diese Stoffe mitverantwortlich für das Korallensterben, da sie durch Sonnencreme ins Meer getragen werden. Bei Sonnencreme sind deshalb mineralische UV-Filter empfohlen.

Es gibt noch weit mehr Inhaltsstoffe, die gemieden werden sollten. Diese Auflistung dient dazu, sich einen Überblick zu schaffen.

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