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Sie gehören zu den Helden der Corona-Krise: die Pflegenden. Der 12. Mai ist ihnen gewidmet – heute ist der internationale Tag der Pflege. Lea gibt einen Einblick in ihren Beruf als Fachfrau Gesundheit.

Name: Lea Alter: 18 Wohnort: Berneck Beruf: Fachfrau Gesundheit in Ausbildung

Welchen Stellenwert hat der heutige Tag an deinem Arbeitsplatz?
Der Tag der Pflege wird im Spital Altstätten nicht speziell gefeiert. Momentan dürfen wir aber viele Geschenkpakete empfangen mit Biberli, Schokolade und weiteren Aufmerksamkeiten zum Dank für unsere Arbeit.

Das Coronavirus hat die Spitäler und das Personal enorm gefordert. Wie seid ihr damit umgegangen?
Als ein grosser Ansturm von Corona-Patienten angekündigt wurde, hat das Spital eine Station extra für Corona-Fälle eingerichtet. Aufgrund dieser neuen Station mussten wir den Betrieb umfunktionieren und durften nur noch Notfälle empfangen. Seit den Lockerungen am 27. April ist unsere Station wieder offen für alle OP’s, jedoch müssen wir immer eine Schutzmaske tragen und es gilt ein Besuchsverbot.

Hat sich die Corona-Situation in Altstätten entsprechend entspannt?
Ja. Die Corona-Station konnten wir mittlerweile auflösen und es sind nur noch einzelne Zimmer für Corona-Patienten reserviert. In den Wochen zuvor haben wir auf der Extra-Station ein paar Verdachts- und Corona-Fälle aufgenommen. Im Allgemeinen war und ist es aber sehr ruhig. Das liegt daran, dass viele Corona-Fälle in den Spitälern Grabs und St.Gallen behandelt werden, da es in Altstätten keine Beatmungsmaschinen gibt.

Was motiviert dich, morgens zur Arbeit zu gehen?
Ich möchte für die Patienten da sein und mein Bestes geben, damit sie gesund werden. Die Patienten schätzen das sehr. Manche wollen gar nicht nach Hause, da ihnen die Pflege und das Gefühl, umsorgt zu sein, so gut gefällt.

Welches sind die Vorteile deines Berufes?
Während meiner Ausbildung habe ich vieles gelernt, was ich im Alltag anwenden kann. Der Beruf Fachfrau Gesundheit ist sehr umfassend und den Kontakt mit Menschen finde ich extrem wertvoll. Ich lerne immer Neues von meinen Patienten und werde von ihrer Stärke inspiriert. Es ist schön zu sehen, wie sie sich über ihre Fortschritte freuen und langsam in den Alltag zurückkehren können.

Wo zeigen sich Nachteile im Berufsalltag?
Das frühe Aufstehen bei Frühschichten fällt mir schwer. Dank den drei verschiedenen Schichten habe ich allerdings Abwechslung bei den Arbeitszeiten. Auch wird mein Beruf oft nicht ernst genommen und viele wissen nicht, was Pflegende alles leisten. Momentan sind aber alle sehr dankbar für die Arbeit des Pflegepersonals.

Wie gehst du mit der grossen Verantwortung gegenüber den Patienten um?
Grundsätzlich kann ich gut damit umgehen. Ich kenne meine Patienten und weiss, worauf ich achten muss. Wenn mich etwas belastet, kann ich mich an Tagesbezugspersonen wenden. Auch mein Team ist offen für Gespräche. Sobald ich Feierabend habe und das Spital verlasse, versuche ich die Arbeit hinter mir zu lassen.

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