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Balgach

(Kurt Zaugg-Ott, oeku, Bern)

Martin Bieder nimmt Oecumenica‐Label entgegen

Vdl/pd Kommentare

Als Präsident der GFS-Kommission St.Gallen/Appenzell nahm Martin Bieder (Au) am Sonntag das Oecumenica-Label von Bischof Haralde Rein entgegen. Der Rahmen der Feier in der römisch-katholischen Kirche Balgach war ein ökumenischer Gottesdienst aller christlichen Kirchen in der Ostschweiz.

Während des zentralen Ostschweizer ökumenischen Gottesdienstes zur Gebetswoche der Einheit der Christen hat Harald Rein (Präsident der Arbeitsgemeinschaft und Bischof der Christkatholischen Kirche) dem Präsidenten der GFS‐Kommission St Gallen/Appenzell, Martin Bieder, das Oecumenica-Label übergeben.

In seiner Dankesrede erinnerte Martin Bieder an die Entstehung der Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in den Kantonen Appenzell und St.Gallen. Sie wurde gegründet im Anschluss an die erste Europäische Ökumenische Versammlung von Basel im Jahr 1989. Zur von den Kirchen Europas angeregten «SchöpfungsZeit» regt die GFS-Kommission Interessierte und Kirchgemeinden an, sie in ihrer Kirchgemeinde bewusst zu begehen, die Schöpfung vertieft zu beachten und entsprechend zu handeln.

Bischof Harald Rein (Christkatholische Kirche) führte aus, die Bewahrung der Schöpfung in der Charta oecumenica sehe er als Verpflichtung an. Sie ist ein auch von den Schweizer Kirchen unterzeichnetes ökumenisches Grundlagenpapier. Seit dem Jahr 2008 regt die GFS‐Kommission Anfang September mit einer Auftaktveranstaltung zum Nachdenken über die Schöpfung an. Sie tut dies auf unterschiedliche Weise. Die Breite der gewählten Themen sei eindrücklich, sagte Reim. Durchgeführt werden die Veranstaltungen an speziellen Orten mit zum Teil überraschenden Schwerpunkten. Fachwissen und Spiritualität werden so gekonnt kombiniert. Weiter werde das Nachdenken über den eigenen Lebensstil und mögliche Veränderungen angeregt. Bischof Rein zitierte Hermann Battaglia, den Präsidenten der Label‐Kommission: «Mir imponieren an der Auftaktveranstaltung die Selbstverständlichkeit der ökumenischen Zusammenarbeit, die Balance zwischen fachlichem und spirituellem Angehen der Themen und das Hineinwirken in die Gesellschaft und in den persönlichen Alltag.»

Das Oecumenica‐Label ist ein nationales Gütesiegel für beispielhafte ökumenische Arbeit. Es besteht aus einer Urkunde, einem Logo, also einem Markenzeichen, das für die Kommunikation eines ausgezeichneten Projektes verwendet werden darf, und aus einem Eintrag auf der Webseite der AGCK.