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Widnau

(Symbolbild: depositphotos/pawopa3336)

Männerchor Widnau wartet auf Neustart

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Der Männerchor muss statutengemäss jährlich an einer Hauptversammlung über die wichtigen Vereinsangelegenheiten beschliessen. Wie allseits bekannt, darf eine Zusammenkunft der Mitglieder zurzeit nicht stattfinden.

Deshalb führte der Verein erstmals in seiner Geschichte eine schriftliche Abstimmung durch. Die Organisation einer solchen wirkt auf den ersten Blick etwas bürokratisch. Auf den zweiten Blick ist positiv, dass das Vereinsjahr 2020 abgeschlossen ist und es Ziele für 2021 gibt. Das letztjährige HV-Protokoll, alle Berichte, Jahresrechnung und Budget, Anträge, Stimmrechtsausweis und Stimmzettel mussten zugestellt werden. Kürzlich wurden die zurückgekehrten, verschlossenen Couverts vom Vorstand geöffnet und ausgezählt. Alle Berechtigten nahmen an der Abstimmung teil.

Nur Beitragsreduktion gab zu reden

Für eine Wiederwahl kandidierten die Vorstandsmitglieder mit Präsident Hans Frei, Kaspar Schegg und Alexander Rebholz; Dirigentin Marta Flesch; die Musikkommission mit Urs Buschor, Hanspeter Hüppi, Rolf Glaus und Hans Frei sowie die Revisoren Niklaus Kehl und Walter Looser. Alle sind gewählt, die meisten mit dem möglichen Maximum der Stimmen.

Auch die übrigen Geschäfte fanden klare Zustimmung. Nur der Antrag des Vorstandes, die Jahresbeiträge der Aktivmitglieder wegen eingeschränkter Probentätigkeit zu reduzieren, war umstritten. Eine grosse Minderheit der Widnauer Sänger wäre bereit gewesen, den üblichen Beitrag zu zahlen.

Den Berichten von Vereinsorganen und Dirigentin ist zu entnehmen, wie schwierig 2020 war. Alle geplanten musikalischen Auftritte mussten abgesagt werden. Die Mitwirkung am Bettagsgottesdienst in der katholischen Kirche zusammen mit dem Frauenchor soll nun ein Jahr verspätet durchgeführt werden.

Das Adventskonzert bleibt weiterhin im Plan

Die Sänger hoffen, dass auch das geplante Adventskonzert mit dem Männerchor Heerbrugg 2021 stattfinden kann. Die schriftliche Abstimmung hat Zustimmung ergeben.

Im Vereinsjahr 2020 musste der Chor den Angehörigen der Fahnengotte Marianne Cristuzzi sowie der ehemaligen Sänger Kurt Stoffel, Willy Burkhardt und Hans Sauter kondolieren, wobei der Chor sich nicht mit dem sonst üblichen Grabgesang verabschieden konnten. Im Juli war dann jedoch das «Corona-Zeitfenster» für einmal etwas offen, als die Sänger dem Kameraden Wisi Steiner im Gottesdienst die letzte Ehre erweisen durften.

Die Dirigentin und die Sänger hoffen, die Ruhepause im Vereinsleben nehme bald ein Ende.

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