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Los geht das Safari-Abenteuer – Afrika Teil 1

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#traveltuesday: Träumst du davon, einmal im Leben auf Safari und auf die Suche nach den «Big Five» zu gehen? Travel Barbie hat diesen Traum wahr werden lassen. In ihrer dreiteiligen Serie nimmt sie dich mit nach Afrika.

Wenn du Afrika genauso erleben möchtest wie in den Tierdokumentationen im Fernsehen oder aus Disneys König der Löwen, dann ist Tansania der perfekte Ort dafür. Du erlebst traumhafte, naturbelassene Landschaften und eine extrem vielseitige Tierwelt.

Eines vorweg: Safaris sind teuer und definitiv nicht geeignet für Billigurlauber und Schnäppchenjäger. Die Kosten für Fahrer, Geländewagen, Eintritte und Permits/Bewilligungen, sowie für alle Annehmlichkeiten, die du dir als Tourist fernab der Zivilisation wünschst, müssen bezahlt sein. Die Gebühren haben es teilweise ganz schön in sich. Das ist okay, weil damit ein Beitrag zum Erhalt der teils stark gefährdeten Tierwelt geleistet wird. Wie hoch die Kosten für eine Safari in Tansania schlussendlich wirklich sind, hängt vor allem von den Ansprüchen an die Unterkünfte und die Verpflegung ab. Auch macht es kostenmässig einen Unterschied, ob du allein oder als Paar unterwegs bist oder bei einer organisierten Gruppenreise teilnimmst. Die Eintritte in die Nationalparks hingegen kosten immer gleich viel, egal ob du an einer Low-Budget-Zeltsafari teilnimmst oder in luxuriösen Lodges nächtigst und in einem privaten Geländewagen chauffiert wirst.

Da mein Mann und ich keine Luxusreisende sind, aber auch keine Lust auf eine spartanische Unterkunft hatten, entschieden wir uns für die goldene Mitte: etwas zwischen Camping und Luxus-Lodges. Die sogenannten Glamping-Zelte fand ich mega. Sie sind cool, praktisch und heimelig eingerichtet.

Allein das Übernachten mitten im Nirgendwo ist ein Erlebnis für sich. Die erste Nacht war zwar etwas speziell, denn wir hörten ständig Tiergeräusche. Es raschelte direkt vor dem Zelt und wir fragten uns, welches Tier wohl neugierig ist. Doch wir erfreuten uns schnell an diesem besonderen «Feeling» und gewöhnten uns an die Stille, ganz ohne Telefonnetz oder Internetverbindung. Man kann richtig zur Ruhe kommen und herunterfahren. Gleichzeitig sind wir gerne in Gesellschaft und müssen nicht eine Woche lang «auf Ego» unterwegs sein. Wir finden es auch schön, solche besonderen Erlebnisse mit anderen Menschen zu teilen. Es entwickeln sich interessante Begegnungen, Gespräche und auch Freundschaften. Wir waren eine lustige, unkomplizierte, kleine Gruppe. Für mich, die sonst immer alles selbst bucht, organisiert und plant, war es umso entspannter, da ich einfach mal zurücklehnen und mich zu den schönsten Orten führen lassen konnte.

So wird dein Safari-Erlebnis sorgenfrei:
Vor der Reise habe ich mich auf unterschiedlichen Blogs schlau gemacht, was auf die perfekte Packliste gehört und was ich alles beachten muss. Bezüglich Malaria und weiteren Krankheiten könnte man ganz schön Angst bekommen. Nachdem ich selber vor Ort war, kann ich dir meine persönlichen Tipps dazu geben.

Vorab Malariatabletten einnehmen…
…haben wir nicht gemacht. Als Notfallmedikation hatten wir die Tabletten dabei, jedoch wurde uns vor Ort erklärt, dass sowohl Tansania als auch Sansibar seit einigen Jahren malariafrei sind. Im Internet wird die vorbeugende Einnahme von Malariatabletten für Tansania immer noch empfohlen. Ohne diese Massnahme nimmt man ein gewisses, geringes Erkrankungsrisiko in Kauf, so wie das in vielen anderen Bereichen im Leben auch ist. Täglich solche hochdosierten Tabletten zu schlucken, was mit möglichen, starken Nebenwirkungen verbunden sein kann, wollten wir nicht. Das musst du aber für dich selber entscheiden. Wir schützten uns, indem wir uns täglich brav mit dem Mückenspray «Nobite» eingesprayt haben. Es gibt den Spray für Textilien und die Haut. Wir hatten beide Varianten dabei und sind kaum von Mücken gestochen worden.

Die berühmt-berüchtigte Tsetse-Fliege und die sogenannte Schlafkrankheit:
Auch davor hatte ich vor der Reise relativ grossen Respekt. Unser Guide meinte jedoch, dass die Tsetse-Fliegen in den Nationalparks diese Krankheit nicht (mehr) übertragen. Wie oben beschrieben, solltest du dich mit Mückensprays und der richtigen Kleidung schützen.

Apropos Kleidung:
Für diese Reise musste ich komplett andere Outfits als sonst einpacken. Denn die Tsetse-Fliegen fahren angeblich total auf schwarz und dunkelblau ab. Deshalb empfehle ich dir, Kleidung in Erdtönen und natürlichen Farben zu tragen. Lange Kleider sind vor allem am Tag gegen die Sonneneinstrahlung von Vorteil und am Abend gegen Moskitos hilfreich.

Was du zusätzlich dabeihaben solltest:

  • Ein gutes Fernglas, um die Tiere zu spotten und zu beobachten
  • Eine Kamera mit gutem Zoom (es muss keine ultrateure Kamera sein). Nur mit dem Smartphone auf Safari zu gehen, wirst du bereuen, denn dieses Zoom kannst du vergessen.
  • Trage stets Sonnencreme auf, auch wenn keine Sonne da ist.
  • Eine gute Taschenlampe und ein Schweizer Sackmesser habe ich stets dabei auf Reisen, das habe ich meinem Vater versprochen. Dass mein Smartphone auch eine Taschenlampe hat, will er nicht hören. Zugegeben, ich war schon einige Male sehr dankbar für seine Beharrlichkeit.
  • Manchmal dauert die Fahrt Stunden, bis du den nächsten Nationalpark erreichst. Deshalb lohnt es sich Kopfhörer einzupacken und ein paar Podcasts oder ein Hörbuch herunterzuladen.
  • Sei nicht zimperlich: An kaltes Duschen gewöhnst du dich und während fünf Tagen die Haare nicht zu waschen überlebst du auch. Ladies, lasst euer Makeup, die Kosmetikartikel und den Schmuck zu Hause. Solche Dinge interessieren auf Safari ohnehin niemanden und sie sind absolut überflüssig.
  • Für den Fall, dass es kurz, aber heftig regnen könnte, immer die Regenjacke im Rucksack mitnehmen, egal wohin es geht.
  • Reise mit einem Rucksack oder einer Tasche. Die Geländewagen sind zwar geräumig, es ist aber doch einfacher, einen leicht verstaubaren Rucksack dabei zu haben statt einem Koffer.
  • Eine USB-Mehrfachsteckdose. Meistens gibt es nur im Hauptzelt Strom. Mit diesem nützlichen Gadget kannst du dein Smartphone, die Kamera und sonstige Geräte zeitsparend aufladen.
  • Nimm auch eine Powerbank mit, damit deine elektronischen Gadgets stets einsatzbereit sind.

So, jetzt kann die Safari beginnen. Bevor dieser Artikel zu einem Roman wird, gebe ich dir eine Verschnaufpause. Nächste Woche erfährst du im zweiten Teil, was wir alles erlebt haben und welche Tiere wir beobachten durften.

 

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