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Lichtverschmutzung soll reduziert werden

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RHEINTAL. Die künstliche Aufhellung des Nachthimmels durch Licht-Emissionen im öffentlichen Raum beeinflusst Flora und Fauna sowie menschliches Wohlbefinden. Die Lichtverschmutzung, auch Lichtsmog, Lichtimmission oder Lichtglocke genannt, ist eine Form der Umweltverschmutzung. Leider gibt es in der ganzen Schweiz nur noch wenige Orte, wo in der Nacht natürliche Dunkelheit herrscht – auch im Rheintal ist dadurch der Sternenhimmel nur noch eingeschränkt sichtbar.

Deshalb hat die Fachgruppe Energie des Vereins St. Galler Rheintal ein Projekt namens «freie Sicht auf die Milchstrasse» lanciert, um die Lichtverschmutzung im Rheintal zu reduzieren. In ihrem Auftrag hat die Firma Amstein + Walthert AG zusammen mit der Reflexion AG im Mai letzten Jahres eine Leuchtdichtemessung auf dem Montlinger Schwamm durchgeführt. Finanziert wurde die Untersuchung durch das Bundesamt für Energie (BFE) im Rahmen des Unterstützungsprogrammes für Energie-Regionen. Diese hat gezeigt, wo Handlungsbedarf besteht. Nämlich bei bestehenden Lichtquellen, die oftmals unnötig und ineffizient gestaltet sind. Und bei der öffentlichen Beleuchtung, die zudem ein relevanter Energieverbraucher der öffentlichen Hand ist.

«Die Fachgruppe Energie will nun den Energiebedarf und die Lichtverschmutzung mittelfristig auf ein Minimum reduzieren», sagt Christian Sepin, Präsident der Fachgruppe Energie des Vereins St. Galler Rheintal und Auer Gemeindepräsident.

Mit einer optimierten Gestaltung und Schaltung der Beleuchtung von Aussenräumen wolle man auf dem Weg zum gesetzten Ziel einen ersten Schritt tun. «Eine Handlungsempfehlung für die Allgemeinbeleuchtung im Rheintal ist in Arbeit», so Christian Sepin. Ziel sei es, die Lichtverschmutzung und den Energieverbrauch sinnvoll und vernünftig zu reduzieren – und daran arbeite man schrittweise, so Sepin. (ca)

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