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(Symbolbild: Depositphotos/Rawpixel)

Leserbrief: «Jekami» in den Klassenzimmern

Mario Manser Kommentare

«Die stillen Helfer im Klassenzimmer», Ausgabe vom 9. Juli

Erstaunt musste ich feststellen, dass in 85 Prozent der St. Galler Schulgemeinden Klassenassistenzen zum Einsatz kommen. Ich frage mich, wozu es solche Assistentinnen und Assistenten in den Klassenzimmern braucht. In den Klassenzimmern braucht es meiner Meinung nach professionelle Lehrpersonen, die gut ausgebildet und fähig sind, eine Klasse zu führen. Dabei erstaunt es sehr, dass man gerade bei Schülern mit Lernschwäche nicht ausgebildete Lehrpersonen beauftragt, sie beim Lernen zu begleiten, oder man lässt die Laien zeitweise mit leistungsstarken Schülern arbeiten, während sich die Klassenlehrperson den lernschwächeren Kindern widmet. Leider führt dies zu einem «Jekami» in den Schulen, also jeder kann mitmachen – eine fundierte Ausbildung braucht es dafür nicht. Ich hoffe, dass die Lehrpersonen und der Lehrerverband sich bewusst sind, dass dies nicht förderlich für das Image des Lehrerberufs ist.

Mario Manser

Rebstein

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