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Leserbiefe zur Bürgerversammlungsabstimmung Balgach und zur Allee bei Oberriet

Kommentare

Für dumm verkauft

«Stellungnahme: Bürgerwille setzt sich klar durch»

Vorweg möchte ich feststellen, dass das Abstimmungsergebnis eine demokratische Entscheidung ist, auch wenn leider nur 25 % der Stimmberechtigten von ihrem Recht Gebrauch machten. Gerade des-halb aber darf die Frage zur Stellungnahme gestellt werden: «Was ist eigentlich los in der Balger FDP?» Erst vor zwei Wochen blamiert man sich mit unhaltbaren Vorwürfen gegen Gemeindepräsidentin Silvia Troxler und nun bringt die FDP eine Stellungnahme, in der sie sich blamiert, indem Zahlen genannt werden, die für jeden, der nachrechnet, nicht zutreffend sind: Es gab gemäss «Balgach online» auf den Kopf genau 3048 Wahlberechtigte. Hiervon haben 767 Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht; das entsprach 25 % aller Stimmberechtigten. Es gab 650 Ja-Stimmen, somit haben also 21 % der Bürger für Ja gestimmt und nicht 85 %. Die FDP schreibt «85 % der Balgacher Bevölkerung» und weiss genau (oder auch nicht), dass es 21 % waren. Es ist somit festzustellen: Die Abstimmung hat leider 75 % der Wahlbürger gar nicht interessiert. Das soll ein Grund zum Jubeln sein, Herr Nüesch? Er spricht davon, dass die FDP den Puls der Bürger spürt. Der Puls von 75 % Nichtwählern scheint ihn entweder nicht zu interessieren oder er ignoriert sie. In jedem Fall macht das keinen guten Eindruck für eine demokratische Ortspartei. Parolen tönen und dabei Wahlergebnisse in «Bild-Zeitung»-Manier verdreht darzustellen, das kennt man sonst nur von autoritären Ländern und seit wenigen Jahren auch vom US-Präsidenten. Sicherlich aber ist dieses völlig deplatziert in unserer Eidgenossenschaft.

Die Stellungnahme der FDP zeigt leider, wie man dem Leser und Bürger verdrehte Zahlen als «Wahrheiten» verkauft. Märk Nüesch im Vorstand hätte sich als verantwortungsvoller Lokalpolitiker äussern können über die sehr geringe Wahlbeteiligung. Doch hierüber verlor er nicht eine Silbe. Im gleichen Artikel fordert er richtigerweise, dass die Bevölkerung transparent informiert werden muss, freut sich aber gleichzeitig darüber, dass nun eine der besten Informationsplattformen in Balgach – nämlich die Bürgerversammlung – wegen wenigen tausend Franken Einsparung zukünftig gestrichen wird. Dieses Verhalten ist nicht nur widersprüchlich, sondern macht die FDP, trotz guter Leute wie Christoph Rütsche in den eigenen Reihen, sehr unglaubwürdig. Ich wünsche mir, dass die Balgacher Bürgerschaft erkennt, was passiert: Mit allen Mitteln versucht man sich Profil zu verschaffen und geht sogar so weit, wie der Artikel vom Samstag zeigt, die Balgacher Bürger und Steuerzahler für dumm verkaufen zu wollen.

Sven Hutter, Balgach

 

Eine Leitplanke dürfte das Problem lösen

Kurioses am Strassenrand», Ausgabe vom 19. Juni 

Ich benütze die Oberrieterstrasse seit Jahrzehnten. Gefühlsmässig müsste ich sagen, dass die Allee in den vielen Jahren eingekürzt wurde und Lücken entstanden sind. Wäre als Schutz für Fahrer nicht eine durchgehende Leitplanke eine Lösung? Das wird auf manchen Umfahrungs- und Autostrassen ja auch praktiziert.

Peter Hutter, Lüchingen

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