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Der FC Montlingen 2 feierte im Megapark auf Mallorca. Marcel Seitz (links neben Biertower) nimmt davon ein Souvenir mit nachhause, das immer bleibt.
Der FC Montlingen 2 feierte im Megapark auf Mallorca. Marcel Seitz (links neben Biertower) nimmt davon ein Souvenir mit nachhause, das immer bleibt.

Layla geht unter die Haut

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Der Ballermann-Hit «Layla» ist in aller Munde. Bei Marcel Seitz sogar unter der Haut.

Bis vor ein paar Wochen war Layla lediglich ein weiblicher Vorname, eine Stadt in Saudi-Arabien oder der Hundename deines Nachbarn. Doch seit dem Ballermann-Hit von DJ Robin und Schürze, der diesen Namen trägt, ist Layla vor allem eines: eine Puffmutter. Der eingängige Text lässt Partywütige laut mitsingen, andere schütteln den Kopf und manche Volksfeste in Deutschland verbieten den Song sogar ganz. Der Grund: Der Songtext soll sexistisch sein, denn Layla, eine Puffmutter, wird als «schöner, jünger und geiler» beschrieben. Das Verbot löste in den vergangene Wochen eine Debatte aus. Mit den Folgen, dass der Partykracher so viel Aufmerksamkeit erhielt, dass er nun an der Spitze der Schweizer, österreichischen und deutschen Charts thront. Das dazugehörige Musikvideo hat auf YouTube fast neun Million Aufrufe. Der Top-Kommentar unter dem Video bringt es auf den Punkt: «Ohne die Aufregung hätte ich von dem Lied nie und nimmer was mitbekommen. Jetzt kennen es Millionen Menschen, die es sonst nie mitbekommen hätten», schreibt eine Userin.

Layla verewigt
Am Ballermann auf Mallorca wird der Song weiterhin gespielt und von den Gästen gefeiert. Vor kurzem mischte sich der FC Montlingen 2 unter das Partyvolk. Mit dabei Marcel Seitz aus Montlingen. Er und seine Teamkollegen hörten im Megapark den Song fast schon in Dauerschleife. «Ich finde den Song geil. Layla ist verdient auf Platz 1 der Charts», sagt Marcel. Nach 14 Stunden im Megapark kam ihm und seinem Kollegen die glorreiche Idee, den Song auf der Haut zu verewigen. Marcel tätowierte sich «Layla» in grossen Buchstaben auf seiner Wade. Sein Kollege finanzierte die Aktion und lud ihn anschliessend auf ein Essen bei McDonald’s ein. Es war das erste Tattoo des 22-Jährigen. «Ich hoffe, ich werde kein weiteres mehr stechen lassen. Das Tätowieren hat schon etwas geschmerzt, glaube ich», sagt Marcel, der sich nicht mehr an alle Details der Partynacht erinnern kann. Die Aktion sei nicht die Schlauste gewesen, aber das Tattoo werde er nicht bereuen. Inzwischen findet er es lustig. Die ganze Layla-Debatte kann Marcel nicht verstehen: «Es gibt viel krassere Texte in anderen Songs, beispielsweise im Deutschrap», sagt er.

Song bleibt im Rheintal
Ein «Layla»-Verbot steht im Rheintal nicht zur Debatte. Am Pokalturnier etwa, das vergangene Woche in Rebstein stattfand, wurde «Layla» hoch und runter gespielt und auch an der Kilbi-Afterparty, die dieses Wochenende im Freiraum Widnau abgehalten wird, wird der Song zu hören sein. «Wenn so viele Leute den Song so mögen, dass er zum Hit wird, können wir ihn nicht verbieten», sagt Thomas Bösch, Geschäftsführer des Freiraums. Bisher erhielt er keine negativen Rückmeldungen. Im Gegenteil: «Layla» werde sogar oft von den Gästen gewünscht.

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