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Oberegg

Die Parkierzeiten wurden eingeschränkt.
Die Parkierzeiten wurden eingeschränkt. (Bild: rr)

Konsolidierung nach Fusionsbeschluss

Rolf Rechsteiner Kommentare

Kürzlich luden Bezirk und Schule zur ersten gemeinsamen Budgetpräsentation. Zu reden gaben Parkplatzprobleme im Dorfzentrum.

In der Erfolgsrechnung der fu­sionierten Institutionen stehen Erträge von 8,251 Mio. Franken einem Gesamtaufwand von 8,055 Mio. Franken gegenüber. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 196000 Franken, der in etwa den Einsparungen entspricht, die durch das neue Oberstufenmodell (Personalabbau) ermöglicht wurden.

Hauptmann Hannes Bruderer verwies darauf, dass er die Steuerfüsse von Bezirk (34 %) und Schule (65 %) belassen will. Es stehen demnach für den fusionierten Betrieb 99 Steuerprozente zur Verfügung.

Ins Budget aufgenommen wurden 100000 Franken für den Projektierungsaufwand bei den Schulliegenschaften. Ein Abbruch und Neubau des Knabenschulhauses liegt in der Schublade und soll erneut angegangen werden. Hannes Bruderer merkte an, dass man eine Gesamtbeurteilung vornehmen will, die auch das Haus «Sternen» (ehemals Schwesternhaus) miteinbezieht. Weitere 600000 Franken sind für drei Strassenprojekte vorgesehen. 320000 Franken fliessen in Projekte der Wasserversorgung.

Neu ist im Budget – das durch Umstrukturierungen der Darstellungsform mit den Vorgängern nicht vergleichbar ist – auch ein Finanzplan für die kommenden Jahre zu finden. Eingestellt sind für 2019 die Anschaffung eines neuen TLF und für die Jahre 2020 und 2021 Mittel für den Schulhausneubau von 1,5 beziehungsweise 1,6 Mio. Franken.

Wie Schulpräsident Röbi Bischofberger ausführte, wird die Schulrechnung 2017 anlässlich der letzten Schulgemeinde am 23. März 2018 präsentiert. Ab 1. Juni 2018 geht die Verantwortung an die neu zu bildende Schulkommission über, der in Zukunft ein Mitglied des Bezirksrates vorstehen wird. Bischofberger bleibt im Sinne eines sanften Übergangs bis Ende Mai 2019 im Amt. Klar sei schon jetzt, dass zwei langjährige Schulräte sich für die Kommission nicht mehr zur Verfügung stellen. Auch Mitglieder der RPK müssen rekrutiert werden, wie Hannes Bruderer ergänzte. Sowohl beim Bezirk als auch bei der Schule liegen Demissionen vor. Ins Leben gerufen wird zudem eine Gebäudekommission, die für sämtliche Hochbauten zuständig sein wird.

Bezirksrat Fredi Klee hob den Mahnfinger in seiner Funktion als Präsident der Wasser­versorgung. Das Netz sei mit alten Gussleitungen belastet, die ihre Lebensdauer erreicht haben. Grössere Investitionen stehen an, was eine Erhöhung der Tarife angezeigt erscheinen lässt. Der Wiederbeschaffungswert der Anlagen liege bei 32 Mio. Franken, wovon 22 Millionen auf Leitungen entfallen. Der Restwert derselben liege bei mageren 34 Prozent bei einer Zielgrösse von 50 Prozent oder mehr. Es gelte Reserven zu bilden, um Investitionen dann tätigen zu können, wenn sich Gelegenheit bietet.

Eine Kontroverse entstand, als Bruderer Ergebnisse einer Überprüfung der Parkierungsmöglichkeiten im Dorfzentrum vorstellte. Die Situation rund um das Gemeindehaus habe sich entschärft, seit eine zeitliche Begrenzung signalisiert wurde, freute er sich. Entlang der Dorfstrasse könnten keine zusätzlichen Parkflächen angeboten werden. Auch die Möglichkeiten an der Feldlistrasse seien begrenzt. Man sei zur Überzeugung gelangt, dass die Parkflächen ausreichen, solange der Kirchplatz als «Pufferzone» zur Verfügung stehe. Dem widersprach der Schulabwart. Erst bei einer jüngst erfolgten Beerdigung habe ein Chaos geherrscht. Weder Sanität noch Feuerwehr hätten zu den Schulgebäuden oder zur Kirche vordringen können, weil keine Gasse offen blieb. Die Langzeitparkierer, die man vom «Bären» fernhalte, seien jetzt auf dem Kirchplatz angekommen. Personen, die tagsüber in St. Gallen beschäftigt seien und sich Parkgebühren sparen möchten, missbrauchten den Kirchplatz für Park & Ride.

Rolf Rechsteiner