Der gute Name des bekannten Musikers verfing. Das Konzert musste infolge der Pandemiebeschränkung auf 50 Zuhörer gleich zweimal, um 18 und um 20 Uhr aufgeführt werden. Zweimal bekamen die Gäste das zu hören, was der Name erwarten liess: abwechslungsreiche Volksmusik aus der Heimat und aus der Ferne.Markus Nauer, Klavier und Akkordeon, Andrea Steger, Gesang und Gitarre, Lydia Scheuss, Hackbrett und Beat Inderbitzin, Flöte und Klarinette interpretierten in wechselnden Kleinformationen und wechselnden Instrumentierungen Melodien und Rhythmen aus aller Welt: Israelische Klezmer-Musik, ein argentinischer Tango oder Gispy-Swing, aber auch ein urschweizerisches Appenzeller Zäuerli. Darunter erklingt eine Eigenkomposition von Markus Nauer angelehnt an den temperamentvollen Czardas aus Ungarn.Über die jüdische Freilach-Musik sagt man in Jiddisch: «a freylekhe shtikele», «ein fröhliches Stückchen». «Freilach», «fröhlich» ist die temperamentvolle, jüdische Hochzeits- und Festtagsmusik alleweil. Und der Markus Nauer Band gelingt die Interpretation der Klezmer-Stücke «Tates Freilach – Vaters Freilach», «Yankele» und «Ever Shel Shoashanim – Abend der Rose» stimmungsvoll und wie es klingen soll. In der jiddischen Musik wird gelacht, geweint, geklagt und am Ende wieder gelacht, so heisst es. Auch für die lateinamerikanischen Klänge von Piazzolla und vom «einsamen Hirten» in den Anden, ja sogar für das «Wasserhöttli-Zäuerli» trifft diese Aussage zu. Für starke Emotionen und schnelle Stimmungsschwankunge