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Die A-Junioren der Juniorengemeinschaft Rheineck-Staad (blau-rote Leibchen) kämpfen mit viel Engagement um den Ligaerhalt in der höchsten Ostschweizer Spielklasse. Gegen Tabellenführer Abtwil-Engelburg verlieren sie nur knapp 4:5.
Die A-Junioren der Juniorengemeinschaft Rheineck-Staad (blau-rote Leibchen) kämpfen mit viel Engagement um den Ligaerhalt in der höchsten Ostschweizer Spielklasse. Gegen Tabellenführer Abtwil-Engelburg verlieren sie nur knapp 4:5. (Bild: Ulrike Huber)

Junioren in höchster Liga

Gerhard Huber, Yves Solenthaler Kommentare

Die Juniorengemeinschaft Rheineck-Staad gibt’s seit knapp zwei Jahren. In diesem Frühjahr kicken die A- und C-Junioren in der höchsten Ostschweizer Spielklasse.

Gerhard Huber, Yves Solenthaler

Aus der Region kickt sonst nur das Team Rheintal – ein Zusammenschluss von fünf Rheintaler Vereinen – in der Coca Cola Junior League, und zwar bei den B- und den C-Junioren. Während das Team Rheintal bei den C-Junioren optimal (2 Spiele/6 Punkte) und den B-Junioren passabel (3/4) gestartet ist, warten die beiden Teams von Staad-Rheineck nach je drei Spielen noch auf den ersten Punktgewinn.

Ihr A-Juniorentrainer Sandro Mazenauer hofft aber darauf, den Ligaerhalt noch zu schaffen. Seine Equipe kennt sich mit Aufholjagden aus: Am Ostermontag hat sie in Rheineck gegen Abtwil-Engelburg nach einem 1:5-Rückstand fast noch den Ausgleich geschafft. Schliesslich blieb es aber bei einer 4:5-Niederlage, das Anschlusstor fiel fünf Minuten vor Schluss.

Zwei Spiele mit einem Tor Unterschied verloren

«Im Grossen und Ganzen haben wir auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer Abtwil-Engelburg gespielt», sagt Mazenauer. Er ist natürlich nicht zufrieden, dass die ersten drei Spiele der Saison verloren gingen. Er bleibt aber optimistisch: «Zwei Spiele haben wir nur mit einem Tor Unterschied verloren.» Noch bleiben dem Team von Sandro Mazenauer acht Spiele, um den Fehlstart zu korrigieren und in der höchsten Liga zu bleiben: «Dazu benötigen wir wohl zwischen zehn und zwölf Punkte.»

Dazu muss man wissen, dass in den Nachwuchsligen zweimal im Jahr eine Abschlusstabelle erstellt wird und es somit Auf- und Absteiger gibt. Das bedeutet in einer Zwölfer-Liga, dass es nur elf Spiele Zeit gibt, um sich zu bewähren. Die letzten zwei Teams steigen ab. Und natürlich spielen in der höchsten Liga die Ostschweizer Vereine mit, die auch im Aktivfussball oft in höheren Ligen anzutreffen sind. So spielt die JG Rheineck-Staad – deren beide Fanionteams in der 3. Liga im Abstiegskampf stecken – bei den A-Junioren gegen Brühl, Gossau, Eschen/Mauren oder Chur.

Angst vor grossen Namen hat der Trainer nicht: «Ich bin als Trainer auch mit dem FC Appenzell in die Junior League aufgestiegen und habe den Klassenerhalt geschafft. Gleiches habe ich auch mit Rheineck-Staad vor.»

Viele gehören bald zum Stamm der Fanionteams

Übernommen hat er das A-Junioren-Team bei der Gründung der Juniorengemeinschaft vor knapp zwei Jahren in der 2. Stärkeklasse. «Kurz darauf sind wir in die 1. Stärkeklasse aufgestiegen und kicken jetzt mit einer recht jungen Mannschaft in der Junior League», sagt Mazenauer.

Tatsächlich beträgt der Altersdurchschnitt in diesem U20-Team gerade einmal 18,4 Jahre. «Schon viele meiner Jungs haben in der ersten Mannschaft ihrer Vereine ausgeholfen und werden dort wohl bald zum Stamm gehören», weiss Übungsleiter Mazenauer zu berichten, «so etwa John Dornbierer, Patrick Scheier, Jonas Müller oder Luca Müller.»

Einen aussergewöhnlichen Ostermontag erlebte der angesprochene Dornbierer: Erst sass er bei den A-Junioren auf der Ersatzbank, drei Stunden später wurde er im 3.-Liga-Spiel des FC Staad nach acht Minuten eingewechselt, weil sich bei den Seebuben ein Verteidiger verletzt hatte.

Sandro Mazenauer hat ebenfalls manchmal Doppeleinsätze. Der A-Juniorentrainer ist auch aktiver Schiedsrichter und Ins­truktor. Ob der Übungs- mit dem Spielleiter nicht manchmal innere Kämpfe ausfechten muss? Mazenauer lacht: «Manchmal muss ich mich schon sehr zusammenreissen, um ein gutes Vorbild zu sein.» Aber bisher sei es ihm stets gelungen: «Natürlich ermahne ich meine Spieler immer wieder, die Schiedsrichter – die meistens gut pfeifen – nicht zu kritisieren.»