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Immer auf Abruf – Interview mit einem Feuerwehrmann

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Der Pager schlägt Alarm und los geht der Einsatz – egal wo sie sind. Feuerwehrleute müssen ständig erreichbar sein. Auch Patrick hat seinen Pager immer dabei. Er ist Mitglied der freiwilligen Feuerwehr REMA Rebstein Marbach und erzählt von der Faszination seines Hobbys.

Name: Patrick Alter: 20 Wohnort: Rebstein Beruf: Dachdecker

Wie bist du zur Feuerwehr gekommen?
Da mein Vater bei der Feuerwehr war, interessierte ich mich schon von klein auf dafür. Ich liebe es, Menschen zu helfen. Mit 13 Jahren bin ich der Jugendfeuerwehr beigetreten und mit 18 wechselte ich zur freiwilligen Feuerwehr.

Welche Aufgaben nimmt die Feuerwehr REMA wahr?
Brandbekämpfungen, Einsätze bei Unwetter, Strassen- und Tierrettung und Traghilfen. Dabei hilft man dem Notarzt oder den Sanitätern verletzte oder kranke Menschen aus Häusern zu tragen.

Bei welcher Art von Einsätzen warst du schon dabei? 
Viele bestanden bisher aus Fehlmeldungen von Brandmeldeanlagen. Ansonsten habe ich bei einigen Unwettereinsätzen, Traghilfen, bei einem Scheunenbrand und einem kleineren Brand geholfen.

Dein Pager schlägt Alarm. Was machst du?
Ohne zu zögern ins Auto steigen und ins Depot fahren.

Was geht in dir vor, wenn du auf dem Weg zu einem Einsatz bist?
Ich hoffe, dass es den betroffenen Menschen gut geht und dass alle Kameraden gesund zurückkehren.

Hast du auch brenzlige Situationen erlebt?
Beim Scheunenbrand mussten wir das Wohnhaus nebenan kühlen, da es sehr nah stand und eventuell auch hätte Feuer fangen können.

Wie oft musst du «arbeiten»?
Es gibt keine fixen Arbeitstage, ich muss aber immer abrufbar sein. Geplant sind zwölf Zugsübungen im Jahr, also einmal im Monat. Dazu kommen sechs Atemschutzübungen.

Du musst immer erreichbar sein. Wird deine Freizeit davon beeinflusst?
Nein, nicht wirklich. Ich kann trotzdem vieles unternehmen, ausgenommen ich bin für längere Zeit nicht in der Region. In diesem Fall muss ich den Pager einem Kameraden abgeben.

Wie kann man der Freiwilligen Feuerwehr beitreten?
Sich auf der Homepage informieren und anmelden, jeder ist willkommen. Danach muss man mehrere Kurse besuchen.

Was ist das beste an der Feuerwehr?
Die spannenden Übungen und vor allem die Kameradschaft.

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