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Altstätten

  • Rosa Dux hat sich ihr Zimmer mit schnüsigen Stofftierli heimelig gemacht.
    Rosa Dux hat sich ihr Zimmer mit schnüsigen Stofftierli heimelig gemacht.
  • Hier fehlen noch Möbel: Thomas Steiger besucht Maria Gmünder in ihrem Doppelzimmer.
    Hier fehlen noch Möbel: Thomas Steiger besucht Maria Gmünder in ihrem Doppelzimmer.
  • Für alle noch ungewohnt lang: Der Mittelgang des Modulbaus.
    Für alle noch ungewohnt lang: Der Mittelgang des Modulbaus.
  • Die Terrasse vor dem Gemeinschaftsraum wird noch überdacht.
    Die Terrasse vor dem Gemeinschaftsraum wird noch überdacht. (Bilder: Max Tinner)
  • Architektonisch lehnt sich das Neubauprojekt den Nachbargebäuden der Genossenschaft Alterswohnungen Blumenfeld an.
    Architektonisch lehnt sich das Neubauprojekt den Nachbargebäuden der Genossenschaft Alterswohnungen Blumenfeld an. (Bild: pd)
  • Rosa Dux hat sich ihr Zimmer mit schnüsigen Stofftierli heimelig gemacht.
  • Hier fehlen noch Möbel: Thomas Steiger besucht Maria Gmünder in ihrem Doppelzimmer.
  • Für alle noch ungewohnt lang: Der Mittelgang des Modulbaus.
  • Die Terrasse vor dem Gemeinschaftsraum wird noch überdacht.
  • Architektonisch lehnt sich das Neubauprojekt den Nachbargebäuden der Genossenschaft Alterswohnungen Blumenfeld an.

Im Senioren-Wohncontainer

Max Tinner Kommentare

Die Pensionärinnen und Pensionäre des Altersheims Haus Blumenfeld sind ins Provisorium gezügelt.

Max Tinner

«Erstaunlich geräumig» sei der einstöckige Modulbau, meint Heimleiter Roger Nicolet. Der Eindruck von aussen trüge: Sei man erst einmal drin, merke man in keiner Art und Weise, dass man sich in einem Containerbau befinde.

Auch die Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich hier wohl, wie zumindest jene versichern, die wir während unseres kurzen Besuchs antreffen.

Maria Gmünder bewohnt eines von wenigen besonders grossen Zimmern. In diesen ist so viel Platz, dass man drin Fussball spielen könnte, wäre man noch etwas fitter. Es fehlen allerdings noch einige Möbel, die die freien Flächen nächstens füllen werden. Nichtsdestotrotz: Maria Gmünder geniesst es hier. Sie ist zwar erst vor kurzem ins Haus Blumenfeld gezogen, aber hier im Pavillon gefalle es ihr besser als dort und auch besser als im Heim, in dem sie zuvor gewesen sei, meint sie. «Viel ringer» sei es hier, sagt auch Thomas Steiger, der grad mit seinem Rollstuhl auf einen Schwatz zu Maria Gmünder ins Zimmer gefahren ist. Er als Rollstuhlfahrer weiss besonders zu schätzen, dass man im Modulbau, wo alles auf einer Ebene liegt, ohne Treppen und Lift auskommt.

«Ganz etwas anderes als vorher» sei es hier, sagt Rosa Dux, ein paar Zimmer weiter. «Heimelig» findet sie es. Dafür hat sie allerdings auch ein wenig selbst geschaut, indem sie die Wände ihres Zimmers mit vielen schnüsigen Stofftierli und mit Bilderrahmen voller Erinnerungsfotos dekorieren liess.

Die Aussicht sei hier auch schöner, finden alle drei. Vor der Züglete, im Haus Blumenfeld, reichte sie nicht weit … grad über den Friedhof zum Schulhaus Bild hinüber. Hier hingegen schweift der Blick, zumindest von den talseits liegenden Zimmern aus, über einen Türggenacker hinweg, wo im Frühling noch eine Wiese voller Milcheren grün-golden leuchtete, vom Schulhaus Schöntal über die Wohnüberbauung an der Schulstrasse bis hinüber zum Kesselbach, wo hinter Bäumen die Sportanlage Gesa liegt. Diese Aussicht hat man auch von der Terrasse vor dem Gemeinschaftsraum aus. Momentan ist diese noch nicht wettergeschützt. Sie soll aber noch überdacht werden.

Alle Zimmer mit WC und Fernseher

Das Provisorium bietet auch einen zeitgemässeren Komfort als das Haus Blumenfeld. Anders als dort haben hier alle Zimmer ein eigenes WC. Die Heimverwaltung liess auch jedes Zimmer mit einem Flachbildfernseher ausstatten. Die in allen Zimmern gleichen Fernseher machen es dem Personal leichter, jemandem zu helfen, wenn er oder sie mit dem Gerät nicht zugange kommt.

Den hinterm Altersheim Haus Viva aufgebauten Elementbau haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Blumenfeld am 18. August bezogen. Dank einer generalstabsmässigen Planung gelang die Züglete von Heiminventar und Habe der Pensionisten in wenig mehr als einem Tag. Ein Krampf war’s teils trotzdem, lässt Roger Nicolet durchblicken: Mühsam sei etwa gewesen, die Pflegebetten aus den oberen Etagen das Treppenhaus herunterzutragen, weil der Lift für sie zu klein war.

Längere Wege machen mehr Personal nötig

Das ganze Heim nun auf einer Ebene zu haben, erleichtert die Betreuung der Seniorinnen und Senioren wesentlich. Erkauft wird dies mit teils längeren Wegen, besonders von der Pflegestation zu den zuhinterst gelegenen Zimmern. Auch eine Personalaufstockung war nötig für die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner von drei Wohnungen in den Alterswohnungen Blumenfeld, die das Heim schon länger gemietet hat. Bis zum Umzug konnte man sie vom Haus Blumenfeld aus mitbetreuen. Vom weiter entfernten Pavillon aus geht das nun nicht mehr.

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