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Kriessern

Brigitte Lüchinger war in der Radiosendung "Persönlich" zu Gast.
Brigitte Lüchinger war in der Radiosendung "Persönlich" zu Gast. (Archiv/Monika von der Linden)

"Ich habe schon immer Bubenzeug gemacht"

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Gemeinsam mit Schulleiter Giorgio Morosi war Unternehmerin Brigitte Lüchinger am Sonntagmorgen in der SRF1-Radiosendung "Persönlich" zu Gast. Die Präsidentin des Arbeitgeberverbandes Rheintal erzählte von prägenden Erlebnissen ihres Lebens. Und davon, wie Kriessern früher Fasnacht feierte.

Moderatorin Daniela Lager stieg mit einer Frage zur "fünften Jahreszeit" ein. Brigitte Lüchinger sagte, sie sei nie eine grosse Fasnächtlerin gewesen ("früher war das jeweils meine ruhigste Zeit"), doch seit ihrer Wahl zum Oberleu verschreibe sie die Zeit der Kriessner Fasnacht jeweils ebendieser. Die Fasnacht sei früher wilder gewesen als heute, besonders zu den Zeiten, als es in Kriessern das legendäre "Pony" gab. Eine Fasnachtsgruppe liess diese Zeit einmal aufleben - mit Brigitte Lüchinger in der Rolle der Bordellbetreiberin.

Neben der Fasnacht waren besonders die Familien- und Unternehmensgeschichte das Thema.

Brigitte Lüchinger erzählte von einer besonders prägender Zeit: Als sie elfjährig war, hat ihre Mutter eine Krebsdiagnose bekommen. "Das waren sehr harte Momente, die Chancen, dass sie die Operation nicht überlebt, waren gross. Doch sie hat gekämpft wie ein Löwe und wie durch ein Wunder überlebt", sagte Brigitte Lüchinger, die der Gesundheit den grössten Stellenwert beimisst: "Wenn man gesund ist, hat man das Wichtigste."

Ihre Kindheit kommt ihr heute auch im Unternehmen zugute. Die Geschäftsleiterin eines Unternehmens in Kriessern ist mit drei Brüdern aufgewachsen. "Ich habe schon immer Bubenzeug gemacht", antwortete sie auf die Frage, ob sie sich in der Männerdomäne Metallbau wohl fühle. Im Geschäft sieht Brigitte Lüchinger ihren Mann den ganzen Tag lang, sie teilen sich ein Büro. "Das ist schon eine Herausforderung, besonders bei einem solchen Mann", sagte sie, und holte die Lacher des Publikums in der Lokremise auf ihre Seite.

Und wo schaltet die Powerfrau ab? Einerseits - das überraschte die Moderatorin - beim Bügeln, wobei sie jeweils spätabends Musik hört und runterfährt. Ausserdem erzählte Brigitte Lüchinger, sie habe mit ihrem Mann ein Bauernhaus in Wolfhalden gekauft, mit Aussicht auf den Bodensee. Sie sei immer noch begeistert von der Aussicht und finde dort viel Ruhe.