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  • Das Radfahren sei seine Disziplin, sagt Carsten Sacher. Auch mehrere hundert Kilometer bewältigt der Extremsportler oft problemlos. Kämpfen muss er auf der Laufstrecke: «Beim diesjährigen Triple-Triathlon bin ich gegangen». 2015 wird er deshalb überwiegend an seiner Lauftechnik arbeiten.
    Das Radfahren sei seine Disziplin, sagt Carsten Sacher. Auch mehrere hundert Kilometer bewältigt der Extremsportler oft problemlos. Kämpfen muss er auf der Laufstrecke: «Beim diesjährigen Triple-Triathlon bin ich gegangen». 2015 wird er deshalb überwiegend an seiner Lauftechnik arbeiten. (pd)
  • Das Radfahren sei seine Disziplin, sagt Carsten Sacher. Auch mehrere Hundert Kilometer bewältigt der Extremsportler oft problemlos. Kämpfen muss er auf der Laufstrecke: «Beim diesjährigen Triple-Triathlon bin ich gegangen.» 2015 wird er deshalb überwiegend an seiner Lauftechnik arbeiten.
    Das Radfahren sei seine Disziplin, sagt Carsten Sacher. Auch mehrere Hundert Kilometer bewältigt der Extremsportler oft problemlos. Kämpfen muss er auf der Laufstrecke: «Beim diesjährigen Triple-Triathlon bin ich gegangen.» 2015 wird er deshalb überwiegend an seiner Lauftechnik arbeiten. (pd)
  • Das Radfahren sei seine Disziplin, sagt Carsten Sacher. Auch mehrere hundert Kilometer bewältigt der Extremsportler oft problemlos. Kämpfen muss er auf der Laufstrecke: «Beim diesjährigen Triple-Triathlon bin ich gegangen». 2015 wird er deshalb überwiegend an seiner Lauftechnik arbeiten.
  • Das Radfahren sei seine Disziplin, sagt Carsten Sacher. Auch mehrere Hundert Kilometer bewältigt der Extremsportler oft problemlos. Kämpfen muss er auf der Laufstrecke: «Beim diesjährigen Triple-Triathlon bin ich gegangen.» 2015 wird er deshalb überwiegend an seiner Lauftechnik arbeiten.

«Ich habe Eisbären gesehen»

Raffael Zanoni Kommentare

Herr Sacher, bereits normale Ironman-Triathleten werden als Verrückte oder Wahnsinnige bezeichnet. Sie haben beim Triple-Triathlon die dreifache Strecke absolviert – an einem Stück versteht sich.

Carsten Sacher: Tatsächlich wird man zum Teil belächelt. Viele finden es unbegreiflich, sich so etwas anzutun.

Nicht ganz zu Unrecht: Sie sind 11,4 Kilometer geschwommen, 540 Kilometer Rad gefahren und 126,6 Kilometer gelaufen.

Sacher: Dieses Jahr nicht gelaufen, sondern gegangen. Kopf und Beine haben einfach nicht zueinander gefunden.

Aber Sie haben das Rennen beendet.

Sacher: Das habe ich meiner Frau Bettina und meinem Sohn Luca zu verdanken. «Du schaffst das, Papa», hat mir Luca in den Pausen immer wieder gesagt. Für ihn bin ich zu Ende gelaufen.

Abbrechen war also eine Option?

Sacher: Natürlich. Die Gesundheit geht vor. Je älter ich werde, desto mehr bin ich mir dessen bewusst. Ich habe schon zweimal einen Wettkampf aufgegeben. Aber das war an einer Weltmeisterschaft, da habe ich noch mehr gebissen.

Hatten Sie Schmerzen?

Sacher: In diesem Jahr nicht. Ich erinnere mich aber gut an das Jahr 2000, wo ich mit 17 Blasen an den Füssen zu kämpfen hatte.

Haben Sie Medikamente dagegen genommen?

Sacher: Nur zu Beginn meiner Extremsport-Phase Mitte der 90er-Jahre. Jetzt bin ich reifer geworden und habe gemerkt, dass Schmerzmittel langfristig kontraproduktiv sind: Sobald sie nachlassen, tut die betroffene Stelle mehr weh als zuvor.

Möglichst schmerzfrei zu sein ist somit wichtig, um beim Triple-Triathlon zu bestehen.

Sacher: Zum Teil. In erster Linie wird der Wettkampf aber im Kopf entschieden. Nur mit der richtigen Einstellung ist es möglich, die Leistung zu schaffen. Ausserdem habe ich einen starken Willen.

Den braucht es, um gut 56 Stunden am Stück Sport zu treiben. Wie viele Pausen machen Sie während des Rennens?

Sacher: Früher habe ich keine gemacht. Gegessen habe ich ebenfalls auf der Rad- oder Laufstrecke. Mittlerweile kalkuliere ich Ruhezeiten ein: Dieses Jahr habe ich pro 100 Kilometer Velofahren 15 Minuten pausiert und dabei eine Schale Reis gegessen.

Schlafen Sie in den Pausen auch?

Sacher: Ja, seit einiger Zeit mache ich sogenannte «Powernaps». Ich habe gemerkt, dass mir die kurzen Ruhephasen sehr viel Energie zurückgeben.

Das bedeutet, dass Sie die gut 50-stündige Tortour früher ohne Schlaf überstanden haben?

Sacher: Richtig. Schlafentzug und Hitze sind jedoch eine extreme Kombination. Einmal habe ich beim Rennen Paranoia erlebt: Ich habe Eisbären gesehen.

Sie setzen Ihren Körper bewusst sehr starken physischen und psychischen Belastungen aus.

Sacher: Das stimmt, wobei ich erwähnen muss, dass das eigentliche Leiden erst auf der Laufstrecke beginnt. Schwimmen und Radfahren sind auch in dieser Intensität gut zu bewältigen.

Warum die ganzen Strapazen?

Sacher: Seit ich 1992 von einem Extremsportler gelesen habe, hat es mich gepackt. Mittlerweile bin ich Teil der Ultra-Triathlon-Familie und schätze diese Leute. Nicht zuletzt steht der Spass am Sport im Vordergrund.

Spielt Anerkennung bei solchen Leistungen auch eine Rolle?

Sacher: Ich würde lügen, wenn ich Nein sagen würde. Klar ist Anerkennung von Freunden und der Familie wichtig für die eigene Motivation.

Zumal es sehr schwerfällt, sich vorzustellen, dass Sport in dieser Dosierung immer (noch) Spass macht.

Sacher: Doch, das hat für mich Priorität. Ich laufe oder schwimme in einem Tempo, in dem ich die körperliche Betätigung geniessen kann. Ausserdem gestalte ich das Training in Einklang mit meinem Alltag und bereite mich so effizient auf Rennen vor.

Der nächste Wettkampf ist selbst für Sie Neuland: In Mexiko werden Sie an zehn Tagen zehn Ironman-Triathlons absolvieren.

Sacher: Ja, der Deca ist quasi die Königsdisziplin unter den Ultra-Triathlons. Das ist vergleichbar mit dem Ironman Hawaii, der Mutter der weltweiten Triathlon-Events. So etwas habe ich tatsächlich noch nicht gemacht.

Wie muss man sich das vorstellen?

Sacher: An jedem Tag fällt um 8 Uhr der Startschuss. Für 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen plane ich mit rund 14 bis 16 Stunden. In der verbleibenden Zeit versuche ich, mich so gut es geht zu regenerieren.

Ist das überhaupt trainierbar?

Sacher: Naja, das ganze vorher durchspielen werde ich natürlich nicht. Ich trainiere in der letzten Vorbereitungsphase rund 30 bis 35 Stunden pro Woche.

Wer unterstützt Sie bei diesem Abenteuer?

Sacher: Meine Familie ist dieses Mal nicht dabei. Vor Ort wirkt ein langjähriger Freund als Betreuer. Er hat einen ähnlichen Wettkampf schon überstanden und kennt meine Bedürfnisse in dieser Situation.

Danach dürften Sie die Nase voll haben von Triathlon?

Sacher: Tatsächlich möchte ich das Jahr 2015 überwiegend für Lauftraining nutzen. Was danach kommt, wird sich zeigen. Wie bei jedem Wettkampf plane ich das Schritt für Schritt.

In diesem Sinne alles Gute für den Deca. Mögen Ihnen in Mexiko keine Eisbären begegnen.

Sacher: Danke, ich freue mich auf dieses Abenteuer.

Mehr Infos zu Carsten Sacher

unter www.extremsportler.com.

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