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Sein Nachfolger wird gesucht: Mathieu van der Poel, Europameister 2019.
Sein Nachfolger wird gesucht: Mathieu van der Poel, Europameister 2019. (Archiv/ys)

Heimvorteil für die Schweizer Mountainbiker an der EM

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Noch haben die Schweizer Trümpfe Nino Schurter und Jolanda Neff nach der langen Coronapause nicht gestochen. An der Heim-EM am Fuss des Monte Tamaro stehen die Zeichen gut, dass Schurter und Neff am Samstag besser abschneiden.

Schurter, der zum ersten Mal seit 2013 an der EM teilnimmt, spielen die trockeneren Bedingungen in die Karten, Neff ist wieder gesund und tritt als Titelverteidigerin und vierfache Eu­ropameisterin an. Männer-Nationalcoach Bruno Diethelm glaubt zudem an einen Heimvorteil: «Die Schweizer kennen die Strecke vom Swiss Cup sehr gut. Und 99 Prozent von ihnen sagen, es sei eine der schönsten innerhalb der nationalen Rennserie. Sich auf ein Rennen zu freuen und die Strecke zu kennen, hilft sehr.»

An der EM schlägt oft die Stunde der Aussenseiter

16 EM-Medaillen holten die Schweizer in den letzten zehn Jahren, darunter sechsmal Gold. Oft schlug an der Kontinentalmeisterschaft die Stunde der Aussenseiter, so nutzte 2018 Lars Forster die Gunst. 43 Athleten schickt Swiss Cycling inklusive Nachwuchskategorien an den Start. Zu den Podestanwärtern bei der Elite gehören neben Schurter und Neff der WM-Zweite Mathias Flückiger und die 24-jährige Zürcherin Sina Frei. Aber auch Lars Forster, Thomas Litscher oder dem Tessiner Filippo Colombo ist ein Exploit zuzutrauen.

Unter erschwerten Coronabedingungen stellten die Tes­siner Ersatz-Organisatoren die EM innerhalb von nur sechs Monaten auf die Beine. Die Rennen dürften ein schöner Kontrast zur Schlammschlacht an der WM in Leogang werden. Gelände und Wetterprognosen versprechen faire Bedingungen. Wegen der vielen Auflagen und der Zuschauerbeschränkung ist das 400 000-Franken-Budget nur zur Hälfte gedeckt. Laut OK-Chef Marzio Cattani sicherten Swiss Olympic und Swiss Cycling den Veranstaltern ihre Unterstützung zu. Er sagte aber auch: «Wir machen alles auf Volontärbasis. In Zukunft muss vom Kanton mehr Hilfe kommen, sonst sind wir am Ende.»

EM-Programm
Samstag:
Elite Frauen (12.15 Uhr), Elite Männer (14.30 Uhr). Sonntag: Frauen U19 (12.15 Uhr), Frauen U23 (14.30 Uhr).

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