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Grosses Interesse an der Aufwertung des Zentrums

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AU ⋅ Das Zentrum des Dorfes soll aufgewertet und belebt werden. Für die Neugestaltung des Kernbereichs wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben. Über 50 Teilnehmer haben sich dafür angemeldet.

Das Gebiet rund um die Kirche, die Mehrzweckhalle und das Gemeindehaus soll künftig als Dorfzentrum klar erkenn- und erlebbar werden. Deshalb haben die Bürgerinnen und Bürger der Politischen Gemeinde Au an der letzten Bürgerversammlung einem Planungskredit deutlich zugestimmt. In der Folge hat der Gemeinderat zusammen mit der Katholischen Kirchgemeinde Au, der Ortsgemeinde Au sowie der Primarschulgemeinde Au-Heerbrugg einen Projektwettbewerb lanciert. Gesucht wird ein bauliches und gestalterisches Gesamtkonzept, das das Dorfzentrum prägt und belebt. Eine Aufgabe, die für Architekten sowie Landschafts- und Städteplaner inte­ressant ist. «Bis zum Eingabeschluss haben sich über 50 Teilnehmer angemeldet», freut sich Gemeindepräsident Christian Sepin. Mit einem so grossen Interesse hat er nicht gerechnet. «Nun bin ich gespannt auf die Lösungsansätze und erhoffe mir durch die hohe Teilnehmerzahl die unterschiedlichsten Ideen», sagt Sepin. Da es sich beim Projektwettbewerb um ein anonymes Verfahren handelt, weiss die Gemeinde Au nicht, was für Architektur- und Planungsbüros sich angemeldet haben.

Klare Anforderungen an das Zentrum

Ganz freie Hand haben die Wettbewerbsteilnehmer bei der Gestaltung des künftigen Zentrums nicht. Zusammen mit den Grundeigentümern und den unterschiedlichen Interessensvertretern aus Gewerbe und Vereinen wurde bereits im Vorfeld der Ausschreibung ein Raumprogramm mit Pflichten und Wünschen ausgearbeitet. Dieses sieht unter anderem Büroräume für die Verwaltung vor, die multifunktional nutzbar sind. «Das heutige Gemeindehaus aus dem Jahr 1939 ist längst zu klein. Momentan arbeiten die Gemeindeangestellten an fünf verschiedenen Standorten. Künftig sollen alle unter ein Dach zusammengeführt werden», sagt Sepin. Nebst dem Verwaltungsgebäude und dem Pfarreiheim mit Saal und Gruppenräumen sind auch Räume für den Detailhandel sowie Räume für die Wohn- und Büronutzung angedacht. Ein wichtiger Teil des Wettbewerbs ist die Gestaltung des Dorfplatzes. Dieser soll künftig zu einem Markenzeichen mit Ausstrahlung und einem Treffpunkt der Auer Bevölkerung werden. «Wir können uns vorstellen, dass auf diesem Platz vermehrt unterschiedlichste Veranstaltungen stattfinden. Dementsprechend vielseitig muss der Dorfplatz genutzt werden können», sagt Christian Sepin, der sich eine zum Verweilen einladende Atmosphäre wünscht.

Bis Mitte Mai soll das Siegerprojekt feststehen

Als nächster Schritt werden die Wettbewerbsteilnehmer nun ihre Ideen entwickeln und die Pläne und Modelle bis am 24. März 2017 einreichen. Läuft alles wie geplant, wird bis Mitte Mai das Siegerprojekt feststehen. Durch die Gesamtbetrachtung der Entwicklung des Dorfkerns ist Sepin überzeugt, dass Au ein harmonisches und stimmiges Zentrum erhält, das Identität stiftet. (gk)