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Grandiose Konzerte zur Pensionierung

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42 Celli, 1 Kontrabass, ein Schlagzeug, ein Dirigent – und allen voran eine aussergewöhnliche Frau.

Eine Ära geht zu Ende: Die in Warschau geborene Cellistin Marta Kowalska lebt und wirkt seit 40 Jahren als Musikerin und Musiklehrerin in der Schweiz. Neben ihrer vielfältigen Konzerttätigkeit auf grossen Bühnen und der Leitung des Rheintaler Seniorenorchesters Pro musica war Marta Kowalska auch viele Jahre an verschiedenen Musikschulen tätig. Unter anderem an der Musikschule Unterrheintal und der Musikschule Am Alten Rhein.

Mit Ende dieses Schuljahres tritt die Cellolehrerin in den Ruhestand und beendete ihre Unterrichtstätigkeit an den Musikschulen. Aus diesem Anlass rief sie Freunde und Kollegen, Kommilitonen, international bekannte Cellisten sowie ehemalige und aktuelle Schüler zusammen, bildete mit ihnen ein Celloorchester und stellte zwei grandiose Abschlusskonzerte auf die Beine. In der Kantonsschule Trogen und der St. Laurenzenkirche in St. Gallen konnten die begeisterten Zuhörer am 3. und 4. Juni 2017 fantastischen Celloklängen lauschen.

Neben der Uraufführung einer Komposition von Erwin G. Pfeifer spannte sich der Bogen von Wagner über Goltermann hin zu modernen Stücken von Coldplay, Metallica und Apocalyptica.

Anna Tyka Nyffenegger und Sol Daniel Kim brillierten mit ihren Soli. Der grösste Gänsehautmoment war jedoch der spontane Entschluss von Marta Kowalska, für ein Stück den Taktstock des Dirigenten Jürg Surber zu übernehmen. Dieselbe Leidenschaft, die sie beim Dirigieren und Cello spielen an den Tag legte, liess Frau Kowalska auch ihre Schüler stets spüren. Die begeisterte Musikerin wird sicher noch in manchem Konzert zu hören sein und für ihre Schüler stets ein grosses Vorbild bleiben. (pd)