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Golf: Trendsport oder Rentnersport?

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Als Zehnjähriger hat Noah zum ersten Mal einen Golfschläger in die Hand genommen. Seither ist er begeisterter Golfer. Warum die Sportart nichts für schwache Nerven ist, erzählt er im Interview.

Name: Noah Alter: 25 Beruf: Student Wohnort: Au / Wien

Wie hast du deine Leidenschaft zum Golfen entdeckt?
Durch meinen Grossvater. Vor 16 Jahren hat er meine Eltern und mich zu Golfferien eingeladen. Dort habe ich zum ersten Mal einen Schläger in die Hand genommen und einen Ball gespielt. Als ich diesen gleich beim ersten Versuch richtig getroffen habe, entfachte das meine Leidenschaft.

Bei welchem Club spielst du?
Angefangen habe ich im Golfclub Gonten in Appenzell, weil mein Grossvater Mitglied im Verein war. Als vor etwa 13 Jahren der Club Montfort Rankweil bei Feldkirch eröffnet wurde, sind meine Eltern und ich diesem Club beigetreten. Das ist noch immer mein Heimatclub. Zusätzlich bin ich beim Golfclub Bodensee Weissenberg bei Lindau Zweitmitglied.

Welche Voraussetzungen braucht es zum Golfen?
Eine gute körperliche und mentale Fitness. Je fitter und beweglicher man ist, desto besser kann man eine saubere Golftechnik entwickeln. Golfen ist ein Spiel gegen sich selbst, was mental sehr anstrengend und belastend sein kann. Deswegen wird eine starke und stabile mentale Ausdauer benötigt.

An welchen Turnieren hast du schon teilgenommen?
Bis zu meinem 18. Lebensjahr habe ich jährlich bei der Austrian Junior Golf Tour mitgespielt. Das ist die Jugendmeisterschaft in Österreich. Ansonsten nehme ich regelmässig an den österreichische Mannschafts- Staatsmeisterschaften teil, wo die besten acht Clubs der 1. Liga Österreichs gegeneinander spielen.

Hand aufs Herz: Ist Golfen ein Rentnersport?
Wer sich mit dem Golfen befasst merkt schnell, dass es mittlerweile eine moderne Sportart ist. In den USA zum Beispiel ist der Zugang zu dieser Sportart nicht so elitär. Golf ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Deswegen spielen dort viele junge Erwachsene und Teenager Golf. In Europa ist das Golfen nicht so offen für alle, was aber auch vom Verein abhängig ist. Allgemein finde ich, dass es eine Sportart für jedes Alter ist. Mir gefällt die Vorstellung, dass Golf bis ins Rentenalter gespielt werden kann und mich lange durch mein Leben begleiten wird. Auf Dauer werde ich hoffentlich keine körperlichen Beschwerden, wie es bei anderen Sportarten oft der Fall ist, entwickeln. Eine grosse Rolle beim Golfen spielen Fitness und Beweglichkeit, was sich gut trainieren lässt.

Was bedeutet dir das Golfen?
Ich spiele schon länger als mein halbes Leben, daher bedeutet mir Golf sehr viel. Durch das Golfen entwickelte ich Selbstdisziplin und Ehrgeiz. Mein soziales Umfeld hat sich erweitert und ich durfte viele meiner engen Kollegen durch das Golfen kennenlernen. In meinem Verein haben wir einen starken Teamgeist, was mir auch am Herzen liegt.

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