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Hinterforst

Um gut zu überwintern, sollten Kefen vor dem Wintereinbruch nicht viel grösser als ein Daumen hoch sein. Diese Kefen wären also bereits zu hoch.
Um gut zu überwintern, sollten Kefen vor dem Wintereinbruch nicht viel grösser als ein Daumen hoch sein. Diese Kefen wären also bereits zu hoch. (Eveline Dudda)

Garten: Winterkefen spät säen

Eveline Dudda Kommentare

Wenn die Rosskastanien von den Bäumen fallen, denken manche Gärtnerinnen und Gärtner schon wieder ans nächste Frühjahr. Sie säen Winterkefen, um einen Erntevorsprung von zwei bis drei Wochen auf normale Kefen zu bekommen. Winterkefen können, je nach Standort, noch zwischen Mitte Oktober bis Anfang November gesät werden. In Hinterforst und Altstätten hat sich ein Saattermin um den 20. Oktober herum bewährt. Zu dieser Zeit ist es zwar schon kühl, aber noch nicht so kalt, dass man beim Säen klamme Finger bekommt.

Es gibt spezielle Winterkefen-Sorten, wie zum Beispiel die starkwüchsige «Frieda Welten». Sie bildet viele grosse, violette Blüten. Grundsätzlich eignen sich alle Kefen- und Erbsensorten zum Überwinterungsanbau, wobei die frühen Sorten bessere Chancen haben.

Obwohl man eine frühe Ernte anstrebt, sollte man möglichst spät säen. Das klingt vielleicht paradox, ist aber wichtig, damit die Pflanzen nicht zu gross in den Winter gehen. Grosse Pflanzen überstehen die Kälte nämlich weniger gut als kleine. Grössere Pflanzen kann man zur Not anhäufeln, damit nur wenig von ihnen aus der Erde schaut. Häufeln sollte man auch, wenn es wirklich einmal sehr kalt werden sollte. Im Extremfall kann man die Jungpflanzen sogar leicht mit Erde zudecken. Grundsätzlich sind die jungen Pflanzen viel härter im Nehmen, als man denkt, sie stecken allerhand Witterungsunbill weg. Und selbst, wenn sie im Frühjahr ziemlich mitgenommen aussehen, erholen sie sich meistens gut und laufen danach zur Hochform auf.

Tipp: Man muss nicht immer warten, bis man Hülsen ernten kann. Man kann auch Sämlinge bzw. Jungpflanzen essen, sobald sie 10 bis 15 Zentimeter hoch sind. Aufs Butterbrot, im Salat, der Wok-Pfanne oder zwischen Burger und Brötchen eingeklemmt, bieten solche Erbsensprösslinge einen unvergleichlichen Genuss!

Und, man braucht nicht einmal ein Gartenbeet dafür, zur Not lassen sich Erbsenschösslinge nämlich auch in einer Schale mit Erde auf dem Fenstersims kultivieren. Eigentlich wie Kresse, nur weniger scharf.

www.spriessbuerger.ch

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