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Eine wunderschöne Herbstblüherin ist die Camellia sasanqua «Cleopatra».
Eine wunderschöne Herbstblüherin ist die Camellia sasanqua «Cleopatra». (Bild: Bert Stankowski)

Garten: Duftende Herbstblüher

Bert Stankowski Kommentare

Sträucher mit wohlriechenden Blüten sind wir uns vom Frühling her gewohnt. Aber wussten Sie, dass auch im Herbst noch Gehölze blühen, die einen recht intensiven Duft verströmen? Dieser soll natürlich vor allem Insekten zu den späten Nektarquellen locken. Wir Menschen sind somit nur Nutzniesser dieser Aktion.

Bekannt ist die immergrüne Duftblüte (Osmanthus burkwoodi) für ihre duftenden, weissen Blüten im März/April. Die Süsse Duftblüte (Osmanthus fragrans) hingegen ist eine in Ostasien beheimate Art, die von September bis Oktober gelbbraune, herrlich duftende kleine Blütchen zeigt. Als ebenfalls immergrüne Pflanze liebt sie einen geschützten, eher milden Standort ohne Bise. Das Aroma wird für aromatisierten Schwarztee verwendet. In Asien ist die gewonnene Osmanthus-Essenz sehr teuer und wird für besonders edle Parfüms eingesetzt.

Nicht nur Osmanthus-Arten blühen im Herbst. Auch ein weit verbreiteter Hecken- und Solitärstrauch, die Ölweide (Eleagnus ebbingei) blüht jetzt und duftet. Die weissen, glockenförmigen Blütchen sind ein hübsches Dekor unter den silbernen oder gold-gerandeten Blättern. Sie fallen auch auf durch ihren milden Honigduft. Dicht belaubt und wintergrün ist sie auch in der kalten Jahreszeit ein guter Sichtschutz.

Sehr strenge Winter können ihr zusetzen, was dann einen stärkeren Rückschnitt erfordert. Im Frühling, wenn das neue Laub spriesst, werden jeweils die alten, letztjährigen Blätter abgeworfen.

Ein Südländer, die Herbstblühende Kamelie (Camellia sasanqua) ist bei uns unter Umständen mit gutem Winterschutz ebenfalls ausdauernd. Anders als normale Kamelien, beginnt sie ihre Blüte schon im Oktober, sie dauert manchmal bis Februar. Die duftenden Blumen sind oft einfach, aber nicht weniger schön als die gefüllten Sorten.

Als Standort wählen wir für sie einen vor Bise und Wintersonne geschützten Platz entlang einer Hauswand. Da es sich um Moorbeetpflanzen handelt, werden sie sowohl im Garten als auch in Gefässen in torffreie Rhododendronerde gesetzt. Natürlich ist eine gute Entwässerung wichtig, denn es darf keine Staunässe und damit Wurzelfäulnis entstehen.

Bert Stankowski, Weisslingen

www.hostako.npage.eu

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