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Heerbrugg

  • Edit Krall verlässt das Jugendnetzwerk SDM per Ende Januar. Sie sucht eine neue Herausforderung.
    Edit Krall verlässt das Jugendnetzwerk SDM per Ende Januar. Sie sucht eine neue Herausforderung. (Max Pflüger)
  • Edit Krall verlässt das Jugendnetzwerk SDM per Ende Januar. Sie sucht eine neue Herausforderung.
    Edit Krall verlässt das Jugendnetzwerk SDM per Ende Januar. Sie sucht eine neue Herausforderung. (Max Pflüger)
  • Edit Krall verlässt das Jugendnetzwerk SDM per Ende Januar. Sie sucht eine neue Herausforderung.
  • Edit Krall verlässt das Jugendnetzwerk SDM per Ende Januar. Sie sucht eine neue Herausforderung.

Für die Jugendlichen Zeit haben

Max Pflüger Kommentare

Edit Krall baute das Jugendnetzwerk SDM auf. Jetzt läuft das Angebot rund, und sie kann eine neue Herausforderung suchen. Bis Ende Januar bezieht sie Ferien und Überstunden, dann endet ihr Engagement für die regionale Jugendarbeit.

HEERBRUGG. Mit jugendlichem Feuer in den Augen, lebendig und begeistert erzählt sie von ihrer Herkunft, von ihrer Arbeit am Jugendnetzwerk der Sozialen Dienste Mittelrheintal und gibt einen Einblick in ihre Zukunftspläne. Beim Netzwerk hat sie ihre Stelle gekündet. Sie sucht eine neue Herausforderung. Die Richtung, in die es gehen soll, kennt sie; das Ziel aber noch nicht: Edit Krall.

Im September 2006 trat sie ihre Stelle als Bereichsleiterin Jugendnetzwerk SDM an. Als Erste an diesem Posten. Ihre Aufgabe: Aufbau und Einführung eines bis dahin nicht vorhandenen Netzwerks für die Jugendarbeit in den Mitgliedgemeinden der Sozialen Dienste Mittelrheintal – Au (Au trat im Jahr 2011 aus dem Trägerverband aus), Berneck, Balgach, Widnau und Diepoldsau.

Drei Säulen der Jugendarbeit

Mit der Schaffung des Netzwerkes wollten die Verantwortlichen erreichen, dass die Jugendarbeit der fünf Gemeinden auf den drei Säulen Jugendtreff, Projekte und Freizeitangebote sowie Informationsanlässe für Jugendliche zusammenführt und aufgebaut werden.

Die diplomierte Sozialarbeiterin mit Fachhochschulabschluss brachte langjährige Erfahrungen aus der Sozialarbeit der Stadt Zürich mit. Zusätzlich hatte sie sich in Nachdiplomstudien in das Gebiet Teambildung und Teamleitung eingearbeitet. Sie hatte damit die optimale Qualifikation für die anstehenden Aufgaben.

Der Aufbau des Netzwerkes ist – trotz des Ausstiegs der Gemeinde Au – geglückt. Die Statistik ist eindrücklich: Über 100 Anlässe sind im Jahresbericht 2014 aufgelistet: Konzerte und Sportanlässe, Kochen im Jugendtreff, Fotowettbewerbe, Informationsanlässe zu Beauty-Tips oder Jugendverschuldung und weiteren interessanten Themen. 3300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wiesen die Projekte und Freizeitangebote im gleichen Jahr aus, und rund 8500 Jugendliche besuchten die Jugendtreffs in Diepoldsau, Widnau und Berneck. Besonderer Beliebtheit erfreut sich «Open Sports». In Balgach steht eine Turnhalle zu gewissen Zeiten allen Jugendlichen offen. Das niederschwellige Angebot kann ohne Anmeldung genutzt werden.

Edit Krall hat ihre Aufgaben damit erfüllt und will sich nun neuen Herausforderungen stellen.

Auf Edit Krall folgt Roger Merkli

In Betracht kommt für sie ein Einsatz in der Betreuung von Dementen oder eine Arbeit mit Flüchtlingen. Genaueres weiss sie noch nicht, vorerst will sie einmal ihre Tätigkeit bei den SDM abschliessen, nicht nur das Büro räumen, sondern auch innerlich abschliessen. Erst dann will sie sich entscheiden. Ihre Nachfolge ist aber bereits geregelt. Auf 1. Februar wird Roger Merkli die Stelle als Bereichsleiter Jugendnetzwerk antreten.

Zum Schluss des ausführlichen Gesprächs blickt Edit Krall noch einmal auf ihre nahezu zehnjährige Aufbauarbeit zurück. Sie ist nicht im operativen Geschäft tätig gewesen, doch erinnert sie sich trotzdem gerne auch an ihre Zeit mit den Jugendlichen.

«Das Zentrale in der Jugendarbeit ist, für die Jugendlichen Zeit zu haben, ihnen zuzuhören und sie wichtig zu nehmen», das ist das zentrale Element der Frau, die in ihrer Arbeit auch immer wieder die Entschleunigung sucht. «Dann», so meint sie, «erlebt man in der Jugendarbeit immer wieder Höhepunkte.» Dabei erinnert sie sich gerne an die vielen, oft von Spezialisten und Fachleuten realisierten Projekte wie die «Tüftelwerkstatt», in der originelle und merkwürdige Musikinstrumente gebastelt wurden und damit verbunden ein herrlich kreativer Lärm entstand.

Gerne denkt sie auch an die Snowboard-Weekends in vergangenen Wintermonaten zurück. Und besondere Augenblicke erlebte sie in einer Nacht, die elf- bis 13-jährige Buben trotz starken Regens ohne Zelt, aber mit viel Spiel und Spass im Wald ob Balgach verbrachten.

Ihre Augen glänzen. Edit Krall wird die Zeit im Jugendnetzwerk Mittelrheintal nie vergessen.

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