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Balgach

Der Führungsstab Unteres Rheintal simulierte einen Einsatztag wegen eines Rheinhochwassers.
Der Führungsstab Unteres Rheintal simulierte einen Einsatztag wegen eines Rheinhochwassers. (pd)

Führungsstab spielte Szenario "Rheinhochwasser" durch

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Einen Tag lang übte kürzlich der Führungsstab Unteres Rheintal das Szenario eines allfälligen Hochwassers am Alpenrhein. Die Übung hiess: «Evakuation Hochwasser Alpenrhein».

Der Führungsstab Unteres Rheintal übernimmt im Falle eines Rheinhochwassers die Risikoabwägung und koordiniert sämtliche zu treffenden Massnahmen. Damit dies im Ernstfall möglichst reibungslos funktioniert und um eventuelle Schwachstellen aufzudecken, traf sich der Führungsstab kürzlich zu einer ganztägigen Übung in Balgach. Er richtete seinen Kommandoposten im Seniorenzentrum Verahus ein.

Pünktlich um 8 Uhr startete die Übung «Evakuation Hochwasser Alpenrhein». Unter der Regie des kantonalen Führungsstabes und der internationalen Rheinregulierung spielte der regionale Führungsstab Unteres Rheintal zusammen mit den zuständigen Gemeindepräsidien das Verhalten bei einem allfäl­ligen Hochwasser des Alpenrheins durch.

Führungsstab informiert und erteilt Anweisungen

Der regionale Führungsstab nimmt eine unterstützende Rolle für die Gemeindebehörden bei der Bewältigung von Kata­strophen und Grossereignissen ein. Im Gefahrenfall informiert und alarmiert er die Bevölkerung über Schutzmöglichkeiten und -massnahmen sowie Verhaltensanweisungen. Der Führungsstab koordiniert die Einsätze der Partnerorganisationen innerhalb des Bevölkerungsschutzes.

Seit dem Jahr 2013 häufen sich die Naturereignisse, insbesondere in Bezug auf ein Hochwasser. Deshalb übt der Führungsstab regelmässig mit den Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten die Zusammenarbeit untereinander.

Übung mit den Partnerorganisationen

Als Übungsleitung für den simulierten Einsatz fungierten eine Delegation des kantonalen Führungsstabes und Daniel Sturzenegger vom Rheinunternehmen. Schritt für Schritt durchliefen alle Beteiligten das Verhalten und die Zusammenarbeit innerhalb des Stabes sowie die Koordination mit den Gemeindepräsidien. Sie durchliefen die drei Evakuierungsphasen innerhalb einer angenommenen Hochwassersituation.

Die Nachbearbeitung offenbarte, dass die Themen und Aufgabenbereiche vielfältig und anspruchsvoll sind. Im Ernstfall müssen neben der Bereitstellung von Hilfsmaterial auch die Informationen zwischen den Organisationen und zur Bevölkerung fliessen und koordiniert sein. Das Aufgabenspektrum reicht von der Beschilderung und Besetzung der Notfalltreffpunkte durch den Zivilschutz über die Verkehrsregelung an neuralgischen Knotenpunkten bis hin zur Koordination der Evakuation vulnerabler Menschen und Nutztiere.

Ein Schlüssel zur erfolgreichen Bewältigung dieser Auf­gaben liegt neben der adäquaten Einschätzung des Risikos auch in der Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb des Führungsstabes und mit den Partnerorganisationen. Dies sind die Feuerwehr, der Zivilschutz, die Polizei, die Rettungssanität und andere.

Während der ganztägigen Übung schenkte man vor allem diesen genannten Aspekten grosse Aufmerksamkeit und simulierte einzelne Situationen. Ebenfalls beleuchtete man den wesentlichen Faktor Zeit.

Am Ende des anspruchsvollen Tages durften die Teilnehmenden neben den gefassten Hausaufgaben zur Vorbereitung eines Ernstfalleinsatzes insgesamt konstatieren, dass der Stab inklusive der Gemeindepräsidien auf ein Rheinhochwasser vorbereitet ist.

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