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Das neue iPhone kommt bald - und hat Auswirkungen auf dem Markt.
Das neue iPhone kommt bald - und hat Auswirkungen auf dem Markt. (Bild: pd)

Finanzkolumne: «Glimpflicher» Konjunktureinbruch

Pd Kommentare

Das Timing stimmt: Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft hat Apple die neuen iPhone-Modelle vorgestellt.

Dank der 5G-Technologie, die im neusten Smartphone verbaut ist, sprechen einige Marktteilnehmer von einem neuen Superzyklus. Mit dieser Erwartung hatten die Aktien im Vorfeld zugelegt. Im Nachgang stellte sich aber Ernüchterung ein. Seit Anfang des Jahres haben die Valoren 55 % zugelegt. Die hohen Erwartungen spiegeln sich bereits im Aktienkurs und in der Bewertung. Mit dem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 34 für 2021 sind die Titel teuer. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel der Analysten liegt mit 121 Dollar um den aktuellen Kurs.

Nicht in der Gunst der Anleger stehen Bankaktien. Die US-Institute JPMorgan, Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs und Wells Fargo haben die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Das Handelsgeschäft überzeugte. Wegen der unterschiedlichen Ausrichtung profitieren aber nicht alle im selben Ausmass. Goldman Sachs hat den Gewinn fast verdoppelt, weniger rund lief es für Citigroup. Sonderbelastungen und ein maues Kreditkartengeschäft belasteten das Ergebnis. Bei den Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS ist für das dritte Quartal nicht mit einer Überraschung zu rechnen. Sie dürften zwar von der gestiegenen Handelsaktivität profitiert haben, aber in einem geringeren Ausmass, da ihre Investmentbanking-Aktivitäten kleiner sind als bei den US-Geldhäusern. In den Aktienkursen sollte das enthalten sein: Die Aktien haben dieses Jahr deutlich schwächer abgeschnitten als der Index.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft rechnet für 2020 mit einem Wirtschaftseinbruch von 3,8 % und beurteilt das Abschneiden im ersten Halbjahr als verhältnismässig «glimpflich». Im Juni war das Seco von einem BIP-Rückgang von 6,2 % ausgegangen. Dennoch erwarten die Konjunkturforscher, dass die Dynamik der Wirtschaftserholung nachlässt.

Raiffeisen bleibt etwas vorsichtiger und hält an ihrer Prognose fest. Für 2020 wird ein Minus von 5 %, für das kommende Jahr ein Wachstum von 4,3 % erwartet. Das reflektiert sich auch in der Positionierung der Portfolios: Aktien bleiben leicht un­tergewichtet, Gold und Immobilien übergewichtet.

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