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Feldveranstaltung des Vereins Lebensraum Rheintal

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Rund 60 Interessierte nahmen kürzlich an der Feldveranstaltung des Vereins Lebensraum Rheintal rund um das Schloss Grünenstein teil. In Zusammenarbeit mit dem Verein Balger Natur zeigten verschiedene Referenten die Komplexität zwischen Nutzung, Siedlung und Natur auf. Als Vertreter des Schlosses Grünenstein wies Lorenzo Custer auf die gelungene Zusammenarbeit bei der Neugestaltung der Umgebung des Schlosses hin.

Zu Beginn des Rundganges Richtung Rebstein wies Thomas Oesch vom Verein Balger Natur auf die Magerwiese hin, die durch ihre Blumenpracht äusserst wertvoll für das nahe gelegene Bienenhaus ist.

Um einen möglichst vielfältigen Lebensraum für verschiedene Tiere zu erhalten, sollten die Waldränder möglichst gut gestuft werden. Wie Fredy Kuster erklärte, können sich Wälder, die an Landwirtschaftsland angrenzen, nicht mehr natürlich ausdehnen. So ist die gewünschte Abstufung des sonnenseitigen Waldrandes mit einem Krautsaum, Gebüsch und anschliessenden Baumbestand lediglich durch einen Eingriff des Menschen erreichbar. Auf der Schattenseite wird ein harter Waldrand gepflegt. Bei einem Rundgang im letzten Jahr wurden an diesen Waldrändern gut 40 verschiedene Gehölze gezählt.

Auf dem Weg entlang der Rebsteiner Grenze wies Thomas Oesch auf die Magerwiese im Schluch hin. Es konnten die für solche Wiesen typischen Schachbrett-Falter beobachtet werden. Quer über das Wolfsbach-Tobel gelangte man zum Werkheim Wyden, wo Gerry Wicki den Bauernbetrieb und das Werkheim vorstellte. Weiter ging der Weg dem Wydenbach entlang zum neu gestalteten Weiher im Längler, wo Tobias Schmidheini das Projekt zum äusserst selten gewordenen Glöggli-Frosch vorstellte.

Im Rebhang vor dem Schloss wurde eine alte «Pneu-Mauer» durch eine Trockensteinmauer ersetzt. Am Eingang des Rebberges wurde ein Sortengarten angepflanzt. Wie Ralph Heule erklärte, werden auch hier Versuche gemacht, den Weinanbau ökologischer zu gestalten.

Der nebenan gelegene 200-jährige Torggel im Burgunderstil soll nach einer langen Dornröschenzeit wieder zum Leben erweckt werden. Nach der Renovation soll dieses Gebäude zur Kelterung des Weines sowie für Publikumsanlässe genutzt werden.

Während der gemeinsamen Verpflegung beim Schlossweiher lud die Imkerin Heide Rohner die Gäste ein, ihr Bienenhaus zu besuchen. Nicht erst seit dem Film «More than Honey» sollte allen bewusst sein, dass eine Mehrzahl der Pflanzen und auch der übrigen Lebewesen inkl. des Menschen, nur existieren können, wenn fleissige Helfer zur Befruchtung beitragen. Einen wesentlichen Anteil davon tragen die Honigbienen bei. (PR)

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