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Walzenhausen

Feiern in Ungewissheit

Sara Leu Kommentare

Die Stiftung Sonneblick feierte ihr 84. Jahresfest. Bei strahlendem Wetter wurden die Besucher des Flüchtlingssonntags bekocht und mit Musik unterhalten.

Am Sonntag feierte die Stiftung Sonneblick Walzenhausen ihr 84. Jahresfest. Wie es mit dem Asyldurchgangszentrum weitergeht, kann im Moment niemand sagen. Am 4. Mai konnte keine Einigung zwischen den Gesuchstellern und der Baukommission der Gemeinde Walzenhausen erzielt werden. Trotz der Kontroverse war es für Adrian Keller, Geschäftsleiter Sonneblick, und Fredi Züst, Präsident des Stiftungsrats Sonneblick, wichtig, das jährliche Fest zu feiern.

Mit einem Gottesdienst in der reformierten Kirche in Walzenhausen wurde die Feier eingeläutet. Musikalisch umrahmt wurde das Ganze vom senegalesischen Musiker Sadio Cissokho mit seiner Kora. Pfarrer Heinrich Rusterholz, ehemaliger Präsident des Rats des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds, ging bei seiner Predigt auf Paul Vogt, den Gründer des «Sonneblicks», ein. Vogt hat sich selbstlos für Arbeitslose und Flüchtlinge eingesetzt. Man könne die Geschehnisse der Dreissigerjahre mit der heutigen Flüchtlingskrise vergleichen, sagte Rusterholz.

Nach dem Gottesdienst bewegte sich die Gemeinde zu einem Apéro und Mittagessen in den «Sonneblick». Das Mittagsbuffet wurde durch den Partyservice des Zentrums für Asylsuchende Landegg durchgeführt. Sadio Cissokho spielte zusammen mit David Mäder am E-Bass und Emanuel Riederer an den Drums weitere Lieder für die Besucherinnen und Besucher des Fests.

Sara Leu