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Rüthi

Auf dieser Wiese am Binnenkanal (vis à vis den Gebäuden der Furrer Vorhänge, rechts der Bildmitte) sieht die Arbeitsgruppe Schulraumplanung am ehesten ein neues Schulhaus für Rüthis Kindergärtler und Erst- und Zweitklässler.
Auf dieser Wiese am Binnenkanal (vis à vis den Gebäuden der Furrer Vorhänge, rechts der Bildmitte) sieht die Arbeitsgruppe Schulraumplanung am ehesten ein neues Schulhaus für Rüthis Kindergärtler und Erst- und Zweitklässler. (Bild: Max Tinner)

Favorisiert wird eine Parzelle am Kanal

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Die Arbeitsgruppe Schulraumplanung hat eine ganze Reihe möglicher Standorte für ein neues Schulhaus geprüft.

In den vergangenen Wochen arbeiteten die Arbeitsgruppe Schulraumplanung und die eingesetzte Echogruppe intensiv an der weiteren Umsetzung des Projektes für den Neubau eines Schulhauses für Kindergarten, erste und zweite Klasse sowie einer neuen Turnhalle mit in­tegrierter und erweiterter In­frastruktur (im Besonderen Duschen und Garderoben) des Clubhauses Rheinblick.

Standort muss auch in die neue Ortsplanung

Grundlage für die Arbeiten sind einerseits die Ergebnisse der Evaluation aus dem Partizipationsprozess mit der Bevölkerung und andererseits die laufende Überarbeitung der Ortsplanung. Der Standort eines neuen Schulhauses muss im neuen Richtplan abgebildet sein, eine Koordination zwischen Orts- und Schulraumplanung ist deshalb zwingend.

Die Abklärungen zur Standortwahl, die zusammen mit der Firma Strittmatter und Partner AG getroffen wurden, haben aus sieben möglichen Standorten zwei Favoriten ergeben: Das Grundstück Vor dem Garten beim Kanal (hinter dem Haus von Hans Mattle) und das Grundstück Buechenmaad zwischen Büchelstrasse und Valentinsberg. Beide Grundstücke eignen sich; das Grundstück Vor dem Garten ist allerdings weiter von den Hochspannungsleitungen entfernt, was eine bessere Nutzung ermöglicht.

Umzonung sollte für diesen Zweck möglich sein

Da beide Grundstücke in der Landwirtschaftszone liegen, wäre im Richtplan eine Umzonung erforderlich, was für eine Zone für öffentliche Bauten laut Auskunft des Kantons grundsätzlich möglich ist, wenn kein anderer Standort innerhalb der Bauzone für das Projekt geeignet ist.

Für das Grundstück Vor dem Garten wäre ein Landerwerb nötig. Erste Gespräche mit dem Grundeigentümer wurden geführt; der Gemeinderat ist zuversichtlich, dieses Grundstück für den Bau eines Schulhauses kaufen zu können.

Beim Schulhaus Neudorf ist kein Neubau möglich

Am bisherigen Standort Neudorf ist aufgrund der Bestimmungen zur Belastung durch die nahestehende Hochspannungsleitung ein Neubau nicht möglich und eine Erweiterung wegen der engen Platzverhältnisse im Aussenbereich nicht sinnvoll. 

In dem Fall braucht es eine neue Turnhalle

Wenn allerdings das Schulhaus Neudorf für die Schule nicht mehr genutzt werden kann und einer neuen Nutzung zugeführt wird, benötigt die Schule eine neue Turnhalle. Vieles spricht dafür, diese nicht beim neuen Schulhaus zu bauen, sondern stattdessen einen Neubau beim Sportplatz Rheinblick zu planen.

Mit einem erweiterten Angebot an Duschen und Kabinen für den Vereinssport sowie einem integrierten Vereinslokal ins neue Gebäude könnten die dringend erforderlichen Sanierungen und Erweiterungen beim bestehenden Clubhaus (Bild) in einem neuen, zweckdienlichen und unterhaltsarmen Gebäude realisiert werden.

Der Gemeinderat beauftragte ein spezialisiertes Planungsbüro, um eine erste grobe Kostenberechnung aufgrund der eingereichten Raumprogramme sowohl fürs Schulhaus als auch für die Turnhalle vorzunehmen. Aktuell wird dieser erste Entwurf durch eine Fachgruppe Bau der Echogruppe analysiert und überprüft, ob die vorliegenden Annahmen dem tatsächlichen Bedarf der Schule und der Vereine entsprechen. Ziel ist es, die Höhe der Gesamtkosten möglichst realistisch abschätzen zu können. 

Im Anschluss an diese erste Bereinigung wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, um festzustellen, ob bei der Realisierung allenfalls mit weiteren Kosten, z. B. für eine Pfählung des Baugrundes, zu rechnen ist.

Eine weitere Fachgruppe befasst sich mit dem Kommunikationskonzept für das Projekt. Es ist dem Gemeinderat ein Anliegen, dass die Bevölkerung laufend über den Projektstand informiert wird und sich diese auch einbringen kann.

Konsequenzen werden analysiert

Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass ein allfälliger Neubau für den Gemeindehaushalt eine grosse Belastung darstellt. Er wird anhand einer Finanzplanung aufzeigen, welche Auswirkungen die Kosten auf die finanzielle Situation der Gemeinde haben. Zudem wird er in den nächsten Wochen aufzeigen, wie die übrigen Gebäude der Gemeinde (Schulhaus Dorf, Kindergärten Kanal, Säntis Areal, Schulhaus Neudorf) künftig genutzt werden könnten unter dem Aspekt, dass sie in Zukunft einen Ertrag abwerfen oder allenfalls verkauft werden und damit zu einer Entlastung des Gemeindehaushaltes beitragen könnten.

Auch eine Sanierung würde Millionen kosten

Bei der Diskussion um die Kosten eines Neubaus ist nicht zu vergessen, dass der Gemeinde auch im Fall einer Sanierung der bestehenden Gebäude Kosten von mehreren Millionen Franken anfallen.

Neubau teurer als Sanierung, ist aber vorteilhafter

In der bereits veröffentlichten Investitionsplanung für die Jahre 2021 bis 2025 sind sowohl die Kosten für eine Sanierung der bestehenden Gebäude als auch die Kosten für einen allfälligen Neubau aufgeführt. Die Sanierungskosten werden kleiner sein als bei einem Neubau, aber längerfristig werden für die Gemeinde die Vorteile eines Neubaus gegenüber einer Sanierung überwiegen.

In den kommenden Wochen wird man die Finanzplanung ausarbeiten, die Verhandlungen zum Landerwerb führen und die Arbeiten zum Richtplan fortsetzen. Die Echogruppe wird laufend in den Prozess eingebunden und übernimmt in den kommenden Wochen die wichtige Aufgabe, das Projekt einem grösseren Personenkreis vorzustellen. Dazu wurden wichtige Anspruchsgruppen definiert, die durch die Mitglieder der Echogruppe aktiv angesprochen werden, um Auskunft zum Projekt Schulraumplanung zu geben.

Informationsanlass anfangs neues Jahr

Der Gemeinderat möchte Anfang 2021 eine nächste Bürgerinformation durchführen. Mit den aktuellen Corona-Vorschriften ist eine Präsenzveranstaltung nicht möglich. Der Gemeinderat überlegt sich deshalb Alternativen, um die Bevölkerung zeitnah über den aktuellsten Stand der Arbeiten auf dem laufenden zu halten. Die aktuellen Pressemitteilungen werden jeweils auch auf der Gemeindehomepage aufgeschaltet. (gk)

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