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Widnau

Erster Rheinbauleiter im Rhy-Schopf

Gert Bruderer Kommentare

Die Internationale Rheinregulierung (IRR) unterstützt dieses Jahr verschiedene Vereine und verzichtet dafür auf ein grosses Jubiläumsfest. Beim Start ins Jubiläumsjahr trat der erste Rheinbauleiter auf.

Der erste Rheinbauleiter? Jawohl, Jost Wey, der allerdings von 1843 bis 1903 lebte. Also wurde er von jemand anderem verkörpert, dem Kabarettisten Thomas Götz. Jost Wey begleitet als Integrationsfigur und Botschafter durchs Jubiläumsjahr, wobei Thomas Götz den ersten Rheinbauleiter in vielfältiger Gestalt zeigt und seine Auftritte immer dem jeweiligen Anlass anpasst.

Der IRR verdankt das Tal den Aufschwung

Die gestrige Veranstaltung fand im Rhy-Schopf statt, wo Urs Kost als Vorsitzender der Gemeinsamen Rheinkommission sich kurz fasste. Denn über die Bedeutung der Rheinregulierung muss man heute kaum Worte verlieren. Urs Kost erinnerte daran, dass der Aufschwung im Tal der IRR zu verdanken sei und stellte für das Jubiläumsjahr 2017 «bevölkerungsnahe Anlässe» in Aussicht, bei denen das Rheintaler Leben im Mittelpunkt steht.

In diesem Zusammenhang werden verschiedene Vereine unterstützt. Auch die Tauchgruppe Widnau bekommt von der Rheinregulierung einen Zustupf.

Kräfte und Geschiebe auch in der Politik

Der erste Rheinbauleiter spannte gestern schnell den Bogen vom Rhein zur Politik, in der ja ebenfalls verschiedene Kräfte wirkten. Das Parlament schiebe ständig ein Geschiebe vor sich her, in ihm herrsche ein ordentliches Gefälle. Natürlich sei das Parlament nicht wie der Rhein eine Naturgewalt, aber Natur funktioniere. Die Gewalten müssten einfach reguliert werden, es sei wie die Gewaltentrennung in der Politik.

Vor 125 Jahren, fuhr Jost Wey fort, hätten noch alle Bundesräte der FDP angehört. Damals habe es demnach nichts zu regulieren gegeben, ausser eben den Rhein. Das Gewässer sei im Gegensatz zum Bundesrat unkontrollierbar gewesen.

«Schnorchelgruppe tönt weniger gut»

An die Neujahrsschwimmer der Tauchgruppe Widnau gerichtet, meinte der erste Rheinbauleiter (nach dessen Pendant auf Vorarlberger Seite übrigens eine Strasse benannt ist, die Philipp-Krapf-Strasse): «Ich kann mir vorstellen, wie dankbar die Tauchgruppe Widnau mir ist, dass ich ihr den Rhein mit einem gewissen Tiefgang hinterliess. Sonst müssten die Taucher schnorcheln, und Schnorchelgruppe Widnau tönt nicht so gut.»27

www.rheinregulierung.org

Gert Bruderer