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Leserbeiträge

Erfahrung mit Migration

Reni Villiger, Fahrweg 13, Widnau Kommentare

Betr: Wahl des Schulratspräsidenten und Gemeinderates, Widnau

Eben habe ich am TV in der «Sternstunde Philosophie» die Diskussion über Rating, also Bewertung, gehört. Bewertung ist heutzutage in aller Munde, vorab bei den Jugendlichen mit den Möglichkeiten über Facebook, Instagram und wie sie alle heissen.

Wir in Widnau brauchen einen neuen Schulratspräsidenten. Zwei Personen haben sich in einem öffentlichen Gespräch uns Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Sie haben sich einer Bewertung unterzogen. Beide haben einen vollgepackten Rucksack voller Qualitäten wie Motivation, Erfahrung, Kompetenz und Empathie für unsere Jugend. Zwei Persönlichkeiten, die durchaus beide mit Fug und Recht gewählt werden können. Ich muss mich aber für einen entscheiden. Welche Kriterien helfen mir dabei? Die Momentaufnahme eines von Nervosität geprägten Duells genügt mir nicht. Also frage ich nach Hintergründen.

In unserer Zeit der multikulturellen Gesellschaft scheint mir eine Haltung der christlichen Werte und die Vertretung derselben wichtig. Dabei meine ich nicht nur die Parteizugehörigkeit. Gerade in der Schule soll die Sozialkompetenz auch die eigenen Grundwerte beinhalten, ohne andere zu mindern.

Niklaus Köppels Ehefrau stammt aus der Ukraine, hat also einen Migrationshintergrund. Welcher Religion Frau Köppel angehört, weiss ich nicht, muss es auch nicht wissen. Dadurch hat ihr Mann, Niklaus, hautnahe Erfahrung mit Freuden und Leiden einer Migration. Er wird für Menschen aus andern Kulturkreisen ein einfühlendes Verständnis haben, ohne unsere christlichen Werte aufzugeben.

Deshalb lege ich für Niklaus Köppel ein Ja in die Urne.

Reni Villiger, Fahrweg 13, Widnau