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Ein Talent tobt sich kreativ aus

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Franciscos Tage dürften gern ein paar Stunden länger dauern. Am Abend, wenn er seine Arbeit als Logistiker beendet hat, lässt er seiner kreativen Ader freien Lauf.

Name: Francisco Alter: 23 Wohnort: Heerbrugg Beruf: Logistiker

Von Musik produzieren über Modeln bis hin zum Designen und Nähen von Kleidungsstücken: Francisco liebt es, sich kreativ auszudrücken. Der junge Heerbrugger hat grosse Pläne für die Zukunft und arbeitet fleissig daran, diese in die Tat umzusetzen.

Francisco, du arbeitest, rappst, modelst und entwirfst Kleidung. Wie bringst du alles unter einen Hut?
Die tägliche Arbeit als Logistiker gut auszuführen und anschliessend meinen Leidenschaften nachzugehen ist manchmal schwierig. Meine Tage sind lang. Ich verbringe viel Zeit in meinem Job, will aber auch alles andere nicht vernachlässigen. Mein Alltag benötigt Planung und Struktur. Oft bin ich bis in die Nacht beschäftigt.

Was treibt dich an?
Ich kann durch meine Designs, die Musik und das Modeln meine Gefühle ausdrücken. Mich kreativ auszuleben ist eine Art Ventil, Stress loszuwerden und Gefühle zu verarbeiten. Zudem kann ich mich von einer neuen Seite kennenlernen. Ich lasse mich von den verschiedensten Dingen inspirieren. Beispielsweise von Menschen, die ich liebe, Musik, Animes oder Cartoons. Ich versuche meine Gedanken zu sammeln und sie in meine Designs und Lieder einzubauen.

Welche Ziele verfolgst du?
Meine Leidenschaft will ich irgendwann zum Beruf machen. Einer meiner Träume ist es, eine eigene Marke zu gründen. Zudem würde ich gern eine School of Art - wie beispielsweise in der Show Victorious - eröffnen. Ich will Jugendlichen einen Ort bieten, an dem sie sich kreativ ausleben können. Durch Musik, Tanz und viele andere kreative Aktivitäten können Emotionen verarbeitet werden. Die Jugend braucht solche Orte. Ich investiere alles was ich habe in meine Arbeit, damit ich meinen Zielen näherkomme und meine Träume erreichen kann.

Du trägst deine eigene Kleidung. Wie fühlt sich das an?
Es ist eines der schönsten Gefühle. Vor allem wenn andere fragen, woher ich die Teile habe und sie diese auch haben wollen. Zu antworten, dass ich diese Kleider selber entworfen und genäht habe, macht mir immer Freude. Nicht alle Kleidungsstücke sehen beim ersten Versuch gut aus. Ich trage daher nur Stücke, die mir gelungen sind. Diese Kleider würde ich auch nicht weitergeben. Die Musik, das Modeln sowie meine Kleidung versuche ich immer wieder zu kombinieren. Meine Looks kann ich durchs Modeln präsentieren. Und die Bilder, die beim Modeln gemacht werden, kann ich wiederum für Ankündigungen von Auftritten verwenden.

Was wirst du als nächstes verwirklichen?
Sicher mehr Musik als Kleidung. Die Modebranche ist noch neu für mich, daher werde ich mich in diesem Bereich langsamer entwickeln als in der Musikbranche. Ich habe mich der Herausforderung gestellt, alle paar Monate einen Song mit dem passenden Musikvideo herauszubringen.

Du hast bereits einige Songs herausgebracht. Welche Erfahrungen hast du seither gemacht?
Durch die Musik durfte ich lernen, mich neu zu entfalten. Dadurch wurde ich mutiger. Am Szene Openair 2021 hat mir der Berliner Rapper Yin Kalle von der Bühne sein Mikrofon hingestreckt und ich habe seinen Text weiter gerappt. Das war eines meiner besten Erlebnisse.

Welche Schwierigkeiten kommen bei deinen Arbeiten auf dich zu?
Am meisten kämpfe ich mit meinen Erwartungen an mich selbst. Ich bin oft streng zu mir und will einem hohen Standard gerecht werden. Ich versuche auch die Erwartungen anderer zu erfüllen, was nicht immer einfach ist. Oft werden kreative Arbeiten unterschätzt. Viele glauben nicht daran, dass kreative Menschen ein erfolgreiches Leben haben werden. Jedoch sind es oft die Kreativen, welche die Berufung ihres Lebens und somit auch den Sinn ihres Lebens gefunden haben. Das ist es, was meiner Meinung nach Erfolg ausmacht.

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