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Adina, Abdul und Aline sprechen über ihr Leben während Corona.
Adina, Abdul und Aline sprechen über ihr Leben während Corona.

Ein Jahr Corona: Drei junge Menschen erzählen vom Leben während der Pandemie

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16. März 2020, der Bundesrat erklärt die ausserordentliche Lage. Inzwischen wurden Massnahmen ergriffen, verschärft, gelockert, wieder verschärft. Drei Rheintaler/innen sprechen über Höhen und Tiefen, die sie in dieser Zeit erlebt haben.

Name: Abdulsamed Alter: 18 Wohnort: Altstätten Beruf: Student FMS  
Name: Adina Alter: 17 Wohnort: Au Beruf: Lernende Detailhandel
Name: Aline Alter: 20 Wohnort: Au Beruf: PH Studentin

Was war dein Highlight im letzten Jahr?
Abdul:
Ich interessiere mich für die Schauspielerei und bewerbe mich öfters auf ausgeschriebene Rollen. Im letzten Jahr ergatterte ich eine Nebenrolle im Werbevideo für den Podcast «böser Till» von SRF. Diese Aufnahmen konnten tatsächlich noch stattfinden, was mich sehr gefreut hat, da viele andere Drehs ausgefallen sind.
Adina: Mit meiner Kollegin war ich drei Tage im Tessin. Ich konnte abschalten und den Kopf lüften. Corona hatte während dieser Zeit keinen Platz in meinen Gedanken.
Aline: Im Januar 2020 war ich mit meinem Freund in Thailand, als Corona noch kein grosses Thema war.

Was hast du Neues gelernt?
Abdul:
Ich habe gelernt an mir selbst zu arbeiten. Meine Ernährung hat sich verbessert, ich treibe regelmässig Sport und ich lese viel öfter.
Adina: Ich habe gelernt zu schätzen, was ich zuvor als selbstverständlich wahrnahm. Wie zum Beispiel im Restaurant zu essen, Festivals oder Sportveranstaltungen zu besuchen. Da ich mehr freie Zeit habe, backe ich oft.
Aline: Viel neues habe ich grundsätzlich nicht gelernt. Ich bin nun aber dankbarer für das, was ich habe.

Wie hast du Abwechslung in dein Leben gebracht?
Abdul:
Durch Spass und Dinge, die mir Freude bereiten. Oft reicht es schon, wenn ich andern ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.
Adina: Mit Freunden spazieren gehen, essen bestellen und sich austauschen. Vergangenes Jahr war ich oft mit dem Snowboard auf der Piste, draussen unterwegs und ich wanderte auf den Säntis.
Aline: Ich bin häufig mit dem Pferd ausgeritten und ich habe mich mit meinen Freunden getroffen. Einen weiteren Ausgleich fand ich im Sport.

Welche Momente würdest du ändern, wenn du könntest?
Abdul:
Keinen. Sonst wären viele Momente, die ich erlebt habe, nicht so gelaufen und alles wäre anders gekommen.
Adina: Viele. Wenn ich könnte, würde ich Corona verhindern.
Aline: Ich wäre länger in Thailand geblieben. Als wir aus dem Urlaub zurückkamen, ist hier das Chaos ausgebrochen.

Welche Wünsche hast du an das Jahr 2021?
Abdul:
Mehr Freiheit wäre schön. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn es in der Filmindustrie wieder vorwärts ginge. Wegen Corona haben viele Drehs nicht stattgefunden.
Adina: Weniger Einschränkungen. Damit wir wieder verschiedene Freizeitaktivitäten unternehmen können.
Aline: Das Home Schooling dürfte langsam ein Ende nehmen. Es wäre schön, wieder an der Schule studieren zu können. Natürlich wäre es auch cool, wenn die Restaurants und Bars wieder öffnen könnten.

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